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Mit einer dreitägigen Jubiläumsfeier, 09. bis 11. Oktober 2009, blickte die Kolpingsfamilie Günzburg dankbar auf 150 Jahre Bestehen zurück. Auch die Partnerkolpingsfamilie Érsekvadkert aus Nordungarn war mit 48 Mitgliedern angereist, um mitzufeiern.
Ein Orgelkonzert von Thomas Bodenmüller, untermalt mit meditativen Texten – Worte von Adolph Kolping in die heutige Zeit umgesetzt – führte am Freitag in die Feierlichkeiten ein. Das Kolpingtagslied „Wir sind Kolping, Menschen dieser Zeit...“ in deutsch und ungarisch gesungen, rundete den meditativen Teil ab und leitete zum gemütlichen über.
Bei einem bunten Abend am Samstag, moderiert von der Kolpingjugend, zeigten die Mitglieder Ausschnitte aus der generationsübergreifenden Arbeit der Kolpingbühne. Nach einem festlichen Buffet wurde das in den 80-er Jahren oftmals aufgeführte Stück „Sing nicht, Vogel“ von Alfred Weitnauer, noch einmal auf die Bühnenbretter gebracht. Anschließend gehörte die Bühne der Kolpingjugend, die mit Sketchen begeisterte. Mit einem Bauchtanz in farbenprächtigen Kostümen entführte die Kindergruppe der Kolpingbühne die Zuschauer in die Welt von „Tausend und eine Nacht“. Super Stimmung brachte die Band „Ballbreakers“ mit ihren flotten Rhythmen in den Saal.
30 befreundete Kolpingsfamilien und ihre Bannerabordnungen feierten am Sonntag das 150. Gründungsjubiläum mit der Kolpingsfamilie Günzburg. Beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche „Heilig Geist“, zelebriert von sieben Geistlichen, darunter ehemalige Präsides, wurde vom Heilig-Geist-Ensemble unter der Leitung von Thomas Bodenmüller die Orgelsolomesse von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Diözesanpräses Alois Zeller ermunterte die Kolpingmitglieder, sich mit ihrer Arbeit an den „Nöten der Zeit“ zu orientieren. Während des Gottesdienstes wurde das neue Jungkolpingbanner gesegnet.
Geleitet von einer Bläsergruppe und den Bannerabordnungen zogen rund 300 Kolpingmitglieder und Gäste anschließend zum Kolpingsaal. Beim Festakt übergab Herbert Barthelmes im Namen des Bundesverbandes ein Ehrendiplom. Auch die stellvertretende Landesvorsitzende Marianne Dürmeyr sowie die stellvertretende Diözesanvorsitzende Sonja Tomaschek überbrachten Grüße.
„Die Kolpingsfamilie ist ein echter Aktivposten im Vereinsleben“ meinte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in seinem Grußwort. Auch Landrat Hubert Hafner freute sich, dass sich die Kolpingsfamilie über Generationen hinweg erhalten hat. Eine ganz besondere Ehre war es der Kolpingsfamilie, dass ihr Mitglied Dr. Bruno Merk bei den Festlichkeiten anwesend sein konnte. Auch MdB Dr. Georg Nüßlein sowie die Bürgermeisterin aus der Heimat der Partnerkolpingsfamilie Érsekvadkert, Frau Dr. Mária Kovácsné befanden sich unter den Ehrengästen. Bei der anschließenden Festansprache wies Bezirkstagspräsident a.D. und Kolpingmitglied Dr. Georg Simnacher auf die Chronik der jubilierenden Kolpingsfamilie hin.
Nach Mittagessen und Kaffee wurden die Kinder von einem Zauberer im wahrsten Sinne des Wortes „bezaubert“. Auch das Kinderschminken erfreute sich großer Beliebtheit.
Die Kolpingsfamilie Günzburg bedankt sich bei allen Gästen für die Mitfeier. Es ist schön, die Gemeinschaft des Kolpingwerkes zu erleben, die auch der Text aus dem Refrain des Kolpingtagsliedes zum Ausdruck bringt: „...zusammenleben, nicht allein“.
Waltraud Stricker
30.10.2009
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