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KF Ichenhausen: Mitgliederversammlung mit Gast aus Südafrika

Südafrikanischer Nationalpräses berichtet

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Zur Generalversammlung der Kolpingsfamilie Ichenhausen konnte der Vorsitzende Albert Seiler am 20. März 2010 Father Roland Pasensie, den Präses von Kolping in Südafrika, als Gast begrüßen. Mit den Mitgliedern der Kolpingsfamilie und der Pfarrgemeinde feierte Father Roland zuvor in der Stadtpfarrkirche die Vorabendmesse. Auch Pater Michael Handerck, Kaplan in Ichenhausen, stand mit am Altar. In seiner Predigt fragte der südafrikanische Priester nach der Bedeutung von Hoffnung. Ausgehend vom Sonntagsevangelium mit der Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte, sagte er: "Hoffnung ist da, wo jemand zu handeln beginnt." Für ihn sei es Hoffnung, wenn Menschen solidarisch sind und teilen.

Situation in Südafrika

Bei der anschließenden Generalversammlung im Gasthaus Adler in Ichenhausen berichtete Father Roland über die Situation in Südafrika. 40 % Arbeitslosigkeit in manchen Gebieten des Landes, Aids und Aidswaisen, Rassendiskriminierung und Kriminalität sind Probleme, mit denen in Südafrika gekämpft wird. Während der Fußballweltmeisterschaft werde in den Medien all das Schöne in Südafrika wie zum Beispiel die Tierwelt gezeigt. Was aber hinter den Kulissen passiert ist kaum in der Öffentlichkeit, so Father Roland.

Kolping hilft

Die 30 Kolpingsfamilien in Südafrika versuchen in den Brennpunkten zu helfen. So wurde das Work opportunity program (Chance auf Arbeit) entwickelt. Mit 80 % Vermittlungserfolg werden dabei Jugendliche in Arbeit gebracht. Am Beginn steht die Vermittlung von Life skills (Lebenskompetenzen). In einem intensiven Seminar werden z.B. Konfliktfähigkeit, Austausch untereinander, Reflexion des eigenen Lebens aber auch Gemeinschaft und erlebnispädagogische Methoden behandelt. Am Ende dieses ersten Teils wird in Begleitung durch eine Psychologin erkundet, welchen Beruf der/die Jugendliche erlernen möchte. In einer dreimonatigen Ausbildung werden die entsprechenden Grundkenntnisse für den Beruf vermittelt. Anschließend werden die Jugendliche zu Praktikas und dann zur Übernahme in Betriebe vermittelt. Neben diesem Ausbildungsprogramm ist das Kolpingwerk in Südafrika Träger von zwei Kindergärten, in denen jeweils 150 Kinder betreut werden. "Ohne die Unterstützung der Kolpingfreunde in der Diözese Augsburg wäre das alles nicht möglich", stellt Father Roland fest. Über die Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger werden die Projete in Südafrika finanziert. Mit Hilfe der Stiftung wurde auch in der Nähe von Kapstadt eine Kapelle errichtet. Täglich kommen ca. 70 Personen und feiern die Messe dort mit.

Rückblick auf ein gelungenes Jubiläumsjahr

Im Jahresrückblick der Kolpingsfamilie Ichenhausen stand das 125jährige Jubiläum im vergangenen Jahr im Mittelpunkt. Albert Seiler erinnerte an das "Spiel ohne Grenzen", an den Rockevent "Lets Fetz" mit den toten Ärzten, an "Schlag den Kolpinger" und an das Festwochenende mit Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel als Festredner. Eine große Freude für die Kolpingsfamilie war auch, dass eine neue Jugendgruppe mit 10 Jugendlichen im Jubiläumsjahr gewonnen werden konnte. In den Berichten der einzelnen Untergruppen wurde das hohe Engagement und die generationenübergreifende Gemeinschaft in Ichenhausen deutlich. Beim jährlichen Wochenende in der Ferienhütte in Weißenbach, beim Nikolausdienst oder beim Weihnachtsmarkt auf dem Schloßplatz helfen die Mitglieder aller Altersgruppen zusammen. Zur Mitgliederversammlung konnte Seiler den zweiten Bürgermeister der Stadt Franz Zenker und Präses Diakon Sebastian Hopfenzitz begrüßen.

21.03.2010


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