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Schon vor einiger Zeit trafen sich Max und Flo vom Arbeitskreis Internationales mit zwei indischen Austauschschülerinnen des Maria Ward Gymnasiums. Das Treffen fand vor dem Hintergrund statt, dass für März 2011 eine Reise von deutschen Kolpingjugendlichen nach Indien geplant ist. In lockerer Atmosphäre eines Cafes wurde dann in einem Gespräch genaueres über die indische Gesellschaft, Traditionen und Religion in Erfahrung gebracht.
Die beiden Schülerinnen, Akshitha Subramanian und Samyuktha Anbumani zeigten sich sehr interessiert und erklärten zunächst Allgemeines zu ihrem Land. So erfuhren wir, dass man bis zu 44 offizielle Sprachen über ganz Indien verteilt finden kann, wobei noch hunderte Dialekte bestehen. Auch gesellschaftlich ließen sich viele Unterschiede erkennen, denn in Indien sind bis heute bis zu geschätzten 80% aller Ehen arrangiert. Außerdem herrscht in vielen Regionen eine strikte Kleiderordnung, vor allem in ländlichen Regionen. Es ist durchaus üblich, dass bei einer Heirat die Familien der Frauen große Summen an deren neue Ehemänner zahlen.
Ein großes Fest, an dem alle sozialen Schichten gleichsam beteiligt sind, ist „Diwali“, das Fest des Lichtes. Es gründet auf einer alten Legende, bei der die Lichter die Begrüßung des erfolgreichen Helden darstellen. An den Festtagen sind die Städte hell erleuchtet, jeder versucht möglichst viele Lichter und Beleuchtungen an seinem Haus anzubringen.
Leider wurde uns auch erklärt, dass die Beziehung zum Nachbarland Pakistan noch immer sehr angespannt ist. Der Konflikt um die Grenzregion Kashmir bleibt nach wie vor eine Bedrohung für den Frieden zwischen den beiden. Besonders ein Terroranschlag vor einigen Jahren in Indien, der durch radikale Pakistanis verübt wurde, vergiftete das Verhältnis. Auch der Tsunami von 2004 hatte Auswirkungen auf die Heimat der beiden, viele Häuser wurden zerstört und viele Menschen waren nun obdachlos. Doch Dank internationaler Hilfe, über die die beiden sehr positiv berichteten, scheint doch ein großer Teil des Unglücks und vor allem die Wohnsituatiuon sehr verbessert worden zu sein.
Nach einem kurzen Abschlussfoto trennte sich die Gruppe, der Kontakt soll mit Hilfe des Internets aufrecht erhalten bleiben, ein Wiedersehen während der kommenden Jugendbegegnung in Chennai im März 2011 wird dann hoffentlich realisierbar sein.
Max Zöttl
15.08.2010
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