Kolpingwerk Ungarn feiert Kolpings 200. Geburtstag

Ein starker Verband in Kirche und Gesellschaft

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27.10.2013

Bei der Feier des 200. Geburtstages des seligen Adolph Kolping am 26. Oktober 2013 in Budapest zeigt sich, dass das Kolpingwerk in Ungarn seit dem Fall des Eisernen Vorhanges wieder zu einem starken Verband in Kirche und Gesellschaft geworden ist. Rund 500 Gäste aus dem In- und Ausland feierten mit den ungarischen Kolpingsfamilien in der Innerstädtischen Pfarrkirche, wo Adolph Kolping im Mai 1856 den Grundstein für die Ausbreitung der Katholischen Gesellenvereine gelegt hatte, den Ehrentag. Der Apostolische Nunitus in Ungarn Erzbischof Alberto Bottari de Castello stand mit vier weiteren Bischöfen und vielen Präsides dem Festgottesdienst in der Liebfrauenkirche vor. Beim anschließenden Festakt im benachtbarten Piaristengymnasium überbrachte György Hölvényi, Staatssekretär für Kirchen, Minderheiten und Zivilgesellschaftsfragen, die Grüße der Regierung.

Bei der Feier berichtete Erzbischof em. István Seregély von Eger über seine Erfahrungen mit dem Kolpingwerk nach dem Krieg und über den Wiederaufbau des Verbandes nach 1989. Der Vorsitzende des Kolpingwerkes in Ungarn László Laczhegyi freute sich mit Nationalpräses Ferenc Kövesi und Nationalsekretärin Judit Hudson über die große Beteiligung an den Festlichkeiten und begrüßte neben Vertreterinnen aus den benachbarten Kolping-Nationalverbänden auch den Geschäftsführer des Internationalen Kolpingwerkes Bernhard Burger aus der Schweiz.

Karl Schneider, Erwin Fath und Meik Kebza nahmen als Delegation aus dem Partnerdiözesanverband Augsburg an der Feier teil. Vorstandsmitglied Karl Schneider überbrachte in einem Grußwort die Glück- und Segenswünsche von Kolping in der Diözese Augsburg. Er erinnerte in seiner kurzen Ansprache an die gemeinsame Geschichte seit 1990 und dankte dem ungarischen Nationalvorstand für die Bereicherung durch die Partnerschaft.

Kolping-Medaille für Walter Harrach

Gemeinsam mit Erwin Fath überreichte Karl Schneider die Augsburger Kolping-Medaille an Walter Harrach. Der 1924 in Szombathely geborene Harrach lebte bis zum Alter von 6 Jahren überwiegend in Wien und legte dort das Fundament für seine perfekten Deutschkenntnisse. Der studierte Chemiker verbrachte sein Berufsleben als Ingenieur in der Aluminiumsindustirie. Seit dem Wiedererstehen des ungarischen Kolpingwerkes brachte Walter Harrach seine Sprachkenntnisse in die Partnerschaftsarbeit ein und engagierte sich im Nationalvorstand. In seiner Laudatio sagte Erwin Fath: "Kedves Walter, der Diözesanverband des Kolpingwerks Augsburg hat mich beauftragt, Dich heute für Dein großes Engagement für das Kolpingwerk Ungarn, für Dein unermüdliches Engagement für die Partnerschaft zwischen dem Kolpingwerk Ungarn und dem Kolpingwerk Augsburg und damit einhergehend für Deinen Einsatz für eine bessere Völkerverständigung zwischen Deutschland und Ungarn zu danken und zu ehren. Wir können diesen Dank nur in einem von Herzen kommenden 'Vergelt´s Gott' zum Ausdruck bringen. Nichts Materielles könnte diese Leistung honorieren." Fath charakterisierte in seiner Rede auch den Menschen Walter Harrach: "Sein rücksichtsvoller und zuvorkommender Umgang mit allen, die in trafen und treffen, und seine tiefe Bescheidenheit, strahlt eine von Herzen kommende Mitmenschlichkeit aus. Und auch sein tiefer Glaube beindruckt sehr."

Das Festprogramm wurde durch Ausschnitte aus dem Leben Kolpings, gespielt von Jugendlichen, abgerundet.

Bilder Erwin Fath

Bannereinzug in die Innerstädtische Pfarrkirche


Eine vollbesetzte Liebfrauenkirche


Vorsitzender Laczhegyi begrüßt


Erzbischof em. Seregély erzählt aus der Geschichte


Walter Harrach erhält Auszeichnung für Beitrag zur Völkerverständigung


Präses, Vorsitzender und Nationalsekretärin freuen sich über große Beteiligung


Bannerabordnung aus Augsburg

27.10.2013

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