Ungarischer Chor zu Besuch

Sie kamen als Gäste und gingen als Freunde

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05.08.2012


Stadtführung in Augsburg


Gruppenbild beim Kolping-Grillfest


Kolping-Gottesdienst mit Chor-Begleitung


Bannerauszug nach dem Gottesdienst

Bereits seit 19 Jahren besteht zwischen den Kolpingsfamilien Schwabmünchen und Békéscsaba eine Partnerschaft. Vielzählige gegenseitige Besuche, privat und in Gruppen organisiert, fanden in diesen Jahren statt. Rund 20 Chormitglieder aus der Stadt im Südosten Ungarns legten nun 1000 km zurück, um vom 10. bis 16. Juli eine Woche in Schwabmünchen zu verbringen.

Die Gäste wurden in Familien herzlich aufgenommen und trotz unterschiedlicher Sprache klappte die Verständigung bestens. Die Kolpingsfamilie stellte für die Gäste aus Ungarn ein vielseitiges Programm auf die Beine, um Schwabmünchen und die nähere Umgebung zu zeigen. Der kulturelle Teil des Programms beinhaltete die Besichtigung einer Brauerei, Stadtführungen in Landsberg, Augsburg und Schwabmünchen sowie eine Schifffahrt auf dem Ammersee. Um den Erfahrungsaustausch zwischen den Kolpingsfamilien zu ermöglichen, traf man sich im Pfarrzentrum, um jeweils von der Arbeit vor Ort zu berichten, Ideen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Einen zentralen Teil des Austauschprogrammes bildeten die Gottesdienste, die miteinander gefeiert wurden. Der Chor aus Ungarn, der überwiegend modernes christliches Liedgut singt, umrahmte einen Kolpinggottesdienst in Augsburg sowie den jährlichen Gottesdienst der Kolpingsfamilie Schwabmünchen am Bildstock. Den Höhepunkt bildete die musikalische Gestaltung der Sonntagsmesse in der St.-Michaelskirche in Schwabmünchen, der alle Beteiligten emotional besonders berührte. Mit dem Grillfest der Kolpingsfamilie im Luitpoldpark am letzten Tag wurde trotz immer wiederkehrender Regenschauer ein würdiges Abschiedsfest gefeiert.

Auf der Basis einer partnerschaftlichen Begegnung zwischen beiden Kolpingsfamilien auf gleicher Augenhöhe und persönlicher Beziehungen, die über die Jahre entstanden sind, konnte die Freundschaft beider Kolpingsfamilien so lange halten. Eine Partnerschaft mit solch großer Entfernung ist eine große Herausforderung, da die Zeit zwischen den Treffen sehr lang ist. Nächstes Jahr feiert die Partnerschaft ihren zwanzigsten Geburtstag. Alle sind sich einig, dass dieses neu entfachte Feuer in einen Gegenbesuch der Schwabmünchner Kolpingsfamilie münden wird, um das Jubiläum gebührend zu feiern. Bei der Abreise der Ungarn war spürbar, dass dies nicht das Ende ist. Eine Ungarin ließ durch ihren Sohn ins Englische übersetzen, dass sie vor einer Woche als Gast zu einer fremden Familie gekommen seien und nun als Freunde wieder nach Hause fahren.

Text: Bine Hartmann, Bilder: Rainer Linder, Klaus Ammich
05.08.2012
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