Kolping Jugendgemeinschaftsdienste

Unterrichten, Bambus schneiden oder nach thailändischer Gelassenheit ruhen

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22.08.2017

Englisch unterrichten


Bambus schneiden


Heute gibt es Reis...


Baden mit Elefanten


Tempel-Besichtigung


An der Unterkunft


Gewächshaus: Check!


gemeinsames Kochen


Malen


Weiße Tempel


Papayasalat


Zaun aus Bambus


Kochen


Zeit um Spielen gab's genug...


... und zum Tanzen


Gruppenbild


Sol schöne Fische und Korallen


Wie im Paradies


Bootstour durch Bangkok


Millionenstadt bei Nacht


Den letzten Abend zusammen genießen

Carolin Hitzelberger, Kolpingsfamilie Bobingen, verbringt insgesamt vier Wochen (12.08.-10.09.17) in Thailand-Chiang Mai und drei davon im Workcamp „School for Life“, die von den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten angeboten werden. Von ihren wöchentlichen Erlebnissen berichtet sie hier.

1. Woche

Voller Vorfreude und Neugierde ging es für mich und die restliche Workcampgruppe, insgesamt sind wir 9 Personen, von Frankfurt mit dem Flugzeug über Bangkok zur „School for Life“ im Norden Thailands nahe Chiang Mai. Dort werde ich die nächsten drei Wochen verbringen und mit den Kindern und Jugendlichen, die in der „School for Life“ leben, eine intensive und hoffentlich sehr schöne Zeit erleben.

Der Empfang meiner Workcampgruppe war sehr freundlich und herzlich. Am nächsten Tag konnten wir uns gleich mit den Kindern und Jugendlichen bekannt machen und wurden mit einer Offenheit und Freude der Kinder aufgenommen. In den darauffolgenden Tagen haben wir die Arbeiten in der „School for Life“ tatkräftig unterstützt. Englischunterricht vorbereiten und halten, Bambus schneiden und ein Gewächshaus bauen stand in unserer ersten Woche, neben dem Spielen mit den Kindern und Jugendlichen, auf dem Programm. Da in Thailand zur Zeit Regenzeit ist, hat uns der Regen das ein oder andere Mal den Plan durchkreuzt. Aber dann gilt: nimm es mit der thailändischen Gelassenheit und ruh dich erstmal aus bis der Regen vorbei ist oder nachlässt. Auch beim Essen bedeutete es für uns sich anzupassen, indem wir uns an die drei warmen Mahlzeiten am Tag mit der Hauptkomponente Reis gewöhnen mussten, ebenso an die Schärfe der ein oder anderen Speise.

Am Freitag (18.08) ging es dann über das Wochenende nach Chiang Mai, die größte Stadt Nordthailands. Dies war erstmal ein Kontrast für uns, denn die „School for Life“ liegt mitten im Wald und es herrschen dort sehr einfache Bedingungen. Zudem waren wir in Chiang Mai auch eher als typische Touristen unterwegs. Wir besichtigten unter anderem unseren ersten Wat (Tempel), welcher am Ende der Reise einer von vielen sein wird. Wir konnten uns durch die thailändische Küche probieren und bei einer Thaimassage entspannen. Bevor wir wieder zurück zur „School for Life“ fuhren, haben wir noch Elefanten füttern und mit ihnen baden können. Ein Erlebnis war auch die Fahrt mit einem Tuk Tuk durch die überschwemmten Straßen Chiang Mais.

 

2. Woche

"Jetzt ist schon Halbzeit" sind die Worte, die mir nach der zweiten Woche in Thailand durch den Kopf gehen. Und mir wird bewusst, dass ich nur noch eine Woche in unserem Projekt, der „School for Life“, mit den Kindern und Jugendlichen verbringen darf.

Mittlerweile sind mir und meiner Workcampgruppe die Kinder so richtig ans Herz gewachsen. In der vergangenen Woche hatten wir, trotz einiger Sprachschwierigkeiten, sehr viel Spaß mit ihnen. Wir haben nachmittags viel gebastelt, gemalt und gespielt. Im Englischunterricht haben wir mit den Schülern versucht ein englisches Lied einzustudieren. Wir sind schon gespannt, ob sie es am Ende, wenn wir abreisen, singen können. In unserer zweiten Woche haben wir das Gewächshaus fertig gestellt, in dem jetzt Salat wächst. Es war ein schönes Gefühl etwas gebaut zu haben, das der „School for Life“ auf Dauer erhalten bleibt und von Nutzen ist. Ebenso schön war es in die strahlenden Gesichter der Kinder zu schauen, wenn ich ihnen ein Blatt Papier und Stifte zum Malen gab.

Am Donnerstagabend kochten wir, wie in der Woche zuvor, mit der Schuldirektorin, einem Freund von ihr und ein paar Kindern der Schule. Diesmal bereiteten wir fried chicken, fried tofu, Papayasalat und natürlich Reis zu. Für uns war es eine willkommene Abwechslung zu dem üblichen Schulessen. Besonders war auch, dass wir zum Essen auf dem Boden saßen.
Am Wochenende machten wir wieder einen Kurztrip, diesmal nach Chiang Rai. Also hatten wir wieder einen Wechsel zum Alltag in der „School for Life“. Mit einer Tagestour besichtigten wir viele Touristenattraktionen und Sehenswürdigkeiten ganz im Norden von Thailand. Zum Beispiel den weißen Tempel, Teeplantagen, wilde Affen und das goldene Dreieck. Nach einer vierstündigen Busfahrt kamen wir schließlich am Sonntagabend wieder auf dem Schulgelände an und wurden von den Kindern und Jugendlichen schon sehnsüchtig erwartet.
Jetzt heißt es die letzte Woche in unserem tollen Projekt zu genießen.

 

3. Woche

In der letzten Woche in unserem Projekt "School for Life" haben wir nochmal viel im Englischunterricht unterstützt und waren erneut Bambus schneiden. Aus dem Bambus haben wir anschließend einen Kompostbehälter gebaut und den Zaun um die Kaffeepflanzen erweitert. In der "School for Life" wird eigener Kaffee angebaut, welcher dann verkauft wird.

Einen Nachmittag waren wir im nächst größeren Ort "Doi Saket". Dort haben wir den Tempel besichtigt und waren auf dem Markt, um unter anderem für unseren deutschen Abend in der Schule einzukaufen. Der deutsche Abend war für uns eine Möglichkeit den Kindern und unserem Projektpartner Mr. Jo Danke zu sagen und ihnen die deutsche Kultur etwas näher zu bringen. Wir haben mit den Kindern und Jugendlichen ein paar deutsche Spiele gespielt und beim Abendessen Kartoffelsalat und Milchreis serviert.

An unserem letzten Tag in der "School for Life" fand die monatliche Schulfeier für die Geburtstagskinder statt, welche gleichzeitig unsere Farewellparty war. So verbrachten wir unsere letzten Stunden mit den Schülerinnen und Schülern beim Kuchenessen, Spielen und Tanzen.

Uns allen viel der Abschied von der Schule schwer, denn wir hatten eine wundervolle Zeit mit viel Spaß, Freude und tollen Erlebnissen. Danke dafür an alle die dazu beigetragen haben!

Mit einem weinenden Auge blicke ich jedoch auch voller Vorfreude auf unsere Reisewoche im Süden Thailands.

 

4. Woche - Rundreise

Am Samstag Vormittag (02.09.) verabschiedeten wir uns aus der "School for Life" und starteten in unsere Reisewoche.

Mit kurzem Aufenthalt in Bangkok ging es per Flugzeug vom Norden in den Süden nach Phuket. Dort verbrachte ich mit meiner Workcampgruppe vier Tage. Wir entspannten uns am Strand oder Pool und erkundeten die nächstgelegenen kleinen Orte. Bei einem Schnorchelausflug zu den Inseln Khai Nai, Khai Nui und Khai Nok hatten wir noch einmal Action und konnten die Fische und Korallen aus der Nähe betrachten. Manche waren glücklich und andere traurig, dass an diesem Tag keine Haie da waren.

Nach der Erholung ließen wir unsere einmonatige Reise mit zwei Tagen Bangkok ausklingen. Deshalb flogen wir am Donnerstag wieder zurück in die Hauptstadt. Am ersten Tag wurden wir von der Stadt etwas überwältigt. Wir machten zuerst eine Bootstour durch Bangkok, anschließend besichtigten wir einen Wat, den Königspalast, Chinatown und bestaunten den Ausblick vom Golden Mountain. Nach dieser Sightseeingtour waren wir erstmal ziemlich geplättet. So ließen wir den zweiten Tag in Ruhe beginnen. Wir gingen schließlich in das Einkaufsviertel und nahmen nochmal die Atmosphäre der Millionenstadt in uns auf. Am Abend hieß es dann sich von Thailand zu verabschieden und die Heimreise anzutreten.

Ich hatte eine sehr schöne und erlebnisreiche Zeit in Thailand und das Land und seine Menschen sind mir ans Herz gewachsen.

 

Carolin Hitzelberger
22.08.2017
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