Gemeinde- und Landkreiswahlen

Die Bayerische Staatsregierung beschloss in der Ministerratssitzung am 12. Februar 2019, die nächsten Gemeinde- und Landkreiswahlen am 15. März 2020 durchzuführen." Bei den allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen werden in den 71 Landkreisen und 2.056 Städten, Märkten und Gemeinden in Bayern nicht nur die Kreistage, Stadt-, Markt- und Gemeinderäte für sechs Jahre neu gewählt, sondern auch die meisten Landräte, Oberbürgermeister und Ersten Bürgermeister.", so  in der Presseerkärung des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration am 12. Februar 2019.

Gesichter und Geschichten von Kolpingmitgliedern, die sich in der Kommunalpolitik engagieren.

Markus Stuhler.

50 Jahre, Stadtrat in Lauingen und Fraktionsvorsitzender der SPD

 

Was motiviert Sie, sich in der Politik zu engagieren?

Demokratie lebt vom Mitmachen. Nur wer sich aktiv in den Prozess einbringt, kann dauerhaft etwas ändern. Von jung an bin ich es gewohnt Verantwortung zu übernehmen, sei es im Kolpingwerk oder in anderen Vereinen. Genau dies motiviert mich auch im politischen Prozess. Dabei steht immer im Vordergrund, dass Entscheidungen in erster Linie für die Menschen zu treffen sind. Meine Devise war und ist es: Produzieren und nicht nur konsumieren!

 

Was ist Ihr Steckenpferd politisch gesehen?

Mein Hauptaugenmerk liegt in der "Sozialpolitik", wenn  man diesen Begriff auf kommunaler Ebene überhaupt verwenden kann. Mein besonderes Augenmerk liegt deshalb bei der Entwicklung von Kindergarten und Schule. Eine Kommune sollte familienfreundlich sein, dazu gehört auch die Unterstützung der lokalen Vereine und Verbände.

 

Eine Sache, die Sie bewegen konnten:

Gründung eines Jugendtreffs in Lauingen

 

Was unterscheidet Sie von Ihren Kollegen im politischen Gremium?

Dazu sollten Sie meine Kollegen und Kolleginnen befragen. Mir wurde aber schon von vielen Seiten bestätigt, dass ich kompromissbereit und pragmatisch bin.

 

Anhand welcher Markenzeichen  sind  Christen in der Politik erkenntlich?

Christen sollten mehr als alle andere ihre Entscheidungen am Wohl des Menschen orientieren. Dies gilt zwar für alle Politiker, aber als Christ sollte das Gebot der Nächstenliebe besonders stark in den Entscheidungsprozess eingebunden werden.

 

 Ihre Vision für die Kommunalpolitik:

Schön wäre es, wenn die Arbeit als ehrenamtlicher Politiker mehr anerkannt und Kritik an unserer Arbeit sachlich formuliert würde. Leider sind wir als Stadträte oft mit unsachlicher Kritik konfrontiert (v.a. in den sozialen Medien), was unser Engagement nicht unbedingt erleichtert.

"Handeln - nicht behandelt werden"

Im Aufruf an die Kolpingsfamilien des Landesvorstandes zu den Kommunalwahlen 2020 in Bayern heißt es: "Die Kommunalwahlen haben eine direkte Auswirkung auf das tägliche Leben. Die Kommunalwahlen in Bayern brauchen deshalb die Mitwirkung von uns allen! Engagieren wir uns bei der Gestaltung unseres Lebensraumes. Überlassen wir dies nicht anderen! Prominente Kolpingmitglieder wie die amtierende und die ehemalige Landtagspäsidentin machen Mut dazu auf allen politischen Ebenen!"