Diözesane Eröffnung der Misereor-Fastenaktion

Der Weltkirche ein Gesicht geben


Hungertuch 2021/2022 © Härtl/MISEREOR

Seit über 30 Jahren veranstalten die Verbände der Diözese Augsburg jeweils am zweiten Sonntag in der Österlichen Bußzeit/Fastenzeit zusammen mit einer Pfarrgemeinde und mit der Abteilung Weltkirche des Bistums eine diözesane Eröffnungsfeier der Misereor-Fastenaktion. Gemeinsam soll dabei das Thema der Fastenaktion und Misereor selbst durch die Verbände einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Diese Eröffnung – eine Woche nach dem bundesweiten Beginn - soll auch für die Pfarreien, Verbände und Gruppen in der Diözese Augsburg ein gemeinsamer Auftakt für die Aktionen darstellen, die bis zum fünften Fastensonntag stattfinden werden. Die Konferenz der katholischen Verbände in der Diözese Augsburg hat sich abgesprochen, im Wechsel die Koordination für die Veranstaltung zu übernehmen.

Termin

13.03.22 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Zielgruppe

Alle

Hungertuch 2021/2022 aus Augsburg

Das Hungertuch von MISEREOR für die Fastenaktion 21/22 ist in Augsburg gefertigt worden. Die in Deutschland lebende chilenische Künstlerin Lilian Moreno Sánchez stellt die Würde des Menschen in den Mittelpunkt – dabei hat sie mit ganz verschiedenen Materialien gearbeitet, die Ungerechtigkeiten in ihrem Heimatland Chile immer im Hinterkopf.

Basis des Bildes ist ein Röntgenbild, das den gebrochenen Fuß eines Menschen zeigt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt worden ist.

Das Bild ist auf drei Keilrahmen, bespannt mit Bettwäsche, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f) und auf die Fußwaschung (Joh 13,34 ).

Misereor

Die deutschen Bischöfe haben im Jahre 1958 das Bischöfliche Werk "gegen Hunger und Krankheit in der Welt" mit dem Namen MISEREOR geschaffen. Das Bischöfliche Werk MISEREOR steht als zentrale Einrichtung der Katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklungszusammenarbeit unter der Leitung und Verantwortung der Deutschen Bischofskonferenz. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung ca. 106.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen. Jedes Jahr werden etwa 6000 Projektanfragen an die Organisation gestellt. Die jährliche Aktion in der Fastenzeit soll den römisch-katholischen Pfarrgemeinden die Lebenswelt von Menschen nahebringen, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden.