Fronleichnam in Wertingen mit Kolping
Das Fronleichnamsfest hat in Wertingen eine lange und besondere Tradition. Früher schmückten Ordensschwestern sowie Jugendgruppen bereits in den frühen Morgenstunden den Marktplatz mit aufwändigen Blumenteppichen aus Margeriten, Holunderblüten und vielen weiteren Naturmaterialien. Auch die Straßenränder entlang des Prozessionsweges wurden traditionell mit frisch gemähtem Gras bestreut und verliehen dem Fest einen festlichen Rahmen.
Nachdem die Tradition der Blumenteppiche zeitweise in Vergessenheit geraten war, wird sie heute von der Kolpingsfamilie Wertingen mit großem Engagement weitergeführt. Seit Jahrzehnten gestalten die Kolpingfrauen kunstvolle Blumenteppiche, die jedes Jahr ein neues religiöses Motiv zeigen, in diesem Jahr, am 04. Juni 2026, ist ein Kreuz zu sehen. Das Motiv ist immer ein christliches Symbol. Der Teppich wird am Vortag von Fronleichnam gelegt und bleibt bis Sonntag in der Stadtpfarrkirche zur Besichtigung ausgestellt.
Die feierliche Prozession führte auch in diesem Jahr in einem langen Zug durch die Straßen Wertingens. Traditionell werden dabei vier Stationsaltäre aufgesucht, an denen für die vier Himmelsrichtungen der Segen erteilt wird. Die Altäre befanden sich an der Stadtpfarrkirche, der Grundschule, dem Krankenhaus sowie am Marktplatz.
An den einzelnen Stationen verkündete Diakon Jürgen Zapf das Evangelium und spendete den Gläubigen den feierlichen Monstranzsegen. Gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen nahmen auch Landrat Markus Müller, der Zweite Bürgermeister Fabian Braun, Mitglieder des Stadtrates, zahlreiche Vereine sowie die Musikkapelle Wertingen an den Feierlichkeiten teil. Fronleichnam bleibt damit in Wertingen ein eindrucksvolles Zeugnis lebendiger Glaubenstradition und gelebter Gemeinschaft.


