Kolping Bayern im Gespräch mit Abgeordneten des Landtags

Frühstück mit CSU-Fraktion

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28.11.2025




Am 26. November 2025, morgens um 8:00 Uhr trafen sich die Vorstände von Kolpingwerk und Kolping-Bildungswerk Bayern mit den Kolpingmitgliedern und weiteren interessierten Abgeordneten der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag zum schon traditionell gewordenen Parlamentarischen Frühstück. Mit Innenminister Joachim Herrmann und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek nahmen viele weitere Mitglieder des Landtages an dem Gespräch teil.

Nach einem geistlichen Impuls von Kolping-Landespräses Christoph Wittmann, stellte Kolping-Landesvorsitzender Erwin Fath den Beschluss von Kolping Deutschland zur Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft bei Kolping und einer Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland (AfD) vor. Gleichzeitig wies er auf die Handreichung für die Kolpingsfamilien zur Kommunalwahl 2026 hin und hob die „Demokratiebildung“ als einen Schwerpunkt für die inhaltliche Arbeit des Kolpingwerkes hervor. Der Vorsitzende des Kolping-Bildungswerkes Bayern Björn Panne gab einen Überblick über aktuelle Problemlagen und Erschwernisse im Arbeitsbereich Migration und Integration, mit denen die Kolping-Bildungswerke in Bayern kämpfen. Die Veränderungen im Ausschreibungsprozess für die Berufsorientierung stellen die Bildungswerke in der Finanzierung und für die Personalplanung vor große Herausforderungen. Die internationale Pflegeschule in Kempten ist ein Erfolgsmodell – hier würde man sich in der Visa-Vergabe Erleichterungen und Beschleunigungen wünschen.

Auf den Nägeln brennen den Bildungseinrichtungen die Konsequenzen für die Bildungsarbeit im Bereich der Honorarkräfte aus dem sogenannten „Herrenberg-Urteil“. Dr. Ute Eiling-Hütig forderte, auch in ihrer Eigenschaft als Präsidentin des Bayerischen Volkshochschulverbandes, ein massives Eintreten für den Erhalt der Freiberuflichkeit im Bildungsbereich. Auch Thomas Pirner (Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken) sieht in den Vorhaben in Berlin für die berufliche Aus- und Fortbildung massive Probleme. Er befürchtet, dass mit der Definition einer „Scheinselbstständigkeit“ die Gewinnung von Handwerksmeisterinnen und Meistern unter anderem für die Prüfungsausschüsse nach dem 1. Januar 2027 für alle Bildungsbereiche sehr schwierig wird.

Ein weiteres Thema wurde am Ende kurz angeschnitten: Der Digitalbonus, ein Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung für Unternehmen zur Digitalisierung ihrer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen und zur Verbesserung der IT-Sicherheit, sollte auch der Sozialwirtschaft als Leistungsbereich zugutekommen. Immerhin sind über 455.000 Menschen in Bayern in diesem Bereich beschäftigt.

Am Ende der intensiven Stunde dankten Thomas Huber, Aufsichtsratsvorsitzender des Kolping-Bildungswerk Bayern, und Kolping-Landesvorsitzender Erwin Fath allen für die Beteiligung und fruchtbaren Austausch.

Aus dem Parlament nahmen unter anderem folgende Personen Teil: Dr. Winfried Bausback, Martina Gießübel, Patrick Grossmann, Joachim Herrmann, Klaus Holetschek, Thomas Huber, Dr. Eiling-Hütig, Andreas Jäckel, Dr. Petra Loibl, Stefan Meyer, Thomas Pirner, Carolina Trautner. Auch die beiden anderen Vorsitzenden des Kolping-Bildungswerkes Bayern, Michael Kroll und Willi Breher, beteiligten sich am Austausch.

Für die Abgeordneten beginnt mit dem Treffen ein durchgetakteter Tag mit Sitzungen, Plenum, Publikum und vielen Dingen mehr. Umso erfreulicher ist für Kolping in Bayern, dass sich eine große Runde in der Pfalzstube zusammengefunden hat, um sich für die Anliegen von Kolping Zeit zu nehmen.

Willi Breher
28.11.2025
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