Innenminister Herrmann bei Kolping Landesversammlung

Kolping als sozialer Kitt für die Gesellschaft

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06.07.2026

Innenminister mit Augsburger Delegierten


Generalpräses Huber mit Erwin Fath


Dank für Dorothea Schömig


Maria Adams dankt für den Bundesverband


Eva Ehard (Mitte) und Roland Kronawitter (2.v.l.)


Abstimmung


Augsburger Delegierte


Ca. 50 Delegierte aus sieben Diözesen in Bayern


Gruppenbild mit Minister


Wahlen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat bei der Landesversammlung des Kolpingwerks Bayern vom 3. bis 4. Juli 2026 im Kolping-Center Mainfranken in Würzburg dessen Bedeutung für die Gesellschaft hervorgehoben: „In einer Zeit der Polarisierung und der Zuspitzung braucht es Gemeinschaften, Verbände und Vereine wie das Kolpingwerk, die sich für unsere Gesellschaft und das Gemeinwohl einsetzen. Sie machen deutlich, dass Christinnen und Christen eine Gesellschaft prägen können und gehen als Vorbild voran.“

Die Haltung und das vielfältige Engagement des Kolpingwerks – vor allem in der Jugendarbeit sowie im internationalen Austausch – sei laut Herrmann heute wichtiger denn je und zeige, dass man nur gemeinsam etwas bewirken könne. „Sie können stolz sein auf ihre große Kolpingsfamilie und ihre Leistungen für unser Gemeinwohl. Ich danke ihnen sehr herzlich für ihren Einsatz für unsere Gesellschaft.“

Laut Herrmann müsse die Demokratie entschieden und wehrhaft gegen Verfassungsfeinde vorgehen: Kolping leiste hier einen wichtigen Beitrag und gehe mit gutem Beispiel voran. „Sie zeigen die Kolping-Banner als unübersehbare Zeichen für Nächstenliebe und Solidarität, sie setzen sich für einen breiten Dialog zu allen aktuellen gesellschaftlichen Fragen ein und beziehen auch immer wieder Stellung.“ Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen orientierungslos und unsicher angesichts der Zukunft der Demokratie sind, sei eine solche Vorbildfunktion unabdingbar und bilde „eine wichtige Speerspitze und einen starken Verbündeten gegen Kriegstreiber, Nationalisten, Hetzer, Antisemiten und Islamisten.“ Der Minister dankte dem Kolpingwerk für seine klare Haltung im Umgang mit der AfD, die zeige, dass die Werte Kolpings mit denen der AfD unvereinbar seien.

Darüber hinaus leiste das Kolpingwerk einen wichtigen Beitrag für „eine Demokratie des gelebten Miteinanders.“ Wenn Menschen das Gefühl hätten, abgehängt zu sein, und sich die Kluft zwischen denen, die vermeintlich auf der Sonnenseite des Lebens stünden und denen, die auf der Schattenseite sind, immer weiter öffne, sei das ein idealer Anknüpfungspunkt für Populisten. „Die Stärke der Kolpingsfamilien kann immun machen gegen das 'Die da oben'-Gefühl, denn hier wird Verantwortung übernommen für andere und ihnen beigestanden. Genau diese Zuwendung ist der soziale Kitt unserer Gesellschaft“, so Herrmann.

Erwin Fath erhält höchste Kolping-Auszeichnung

Generalpräses Christoph Huber verlieh im Rahmen der Verabschiedung dem scheidenden Kolping-Landesvorsitzenden Erwin Fath das Ehrenzeichen von Kolping International. Fath, der bereits Vorsitzender seiner Kolpingsfamilie Gersthofen und viele Jahre Kolping-Diözesanvorsitzender in Augsburg war, engagiert sich seit Jahrzehnten für die Partnerschaften von Kolping Augsburg mit den Kolping-Verbänden in Südafrika, Indien und vor allem in Ungarn. Als Landesvorsitzender waren Fath in den vergangenen zwölf Jahren die Kontakte in die Landespolitik wichtig. Regelmäßig organisierte er Austauschtreffen zu aktuellen Fragen mit Kolpingmitgliedern, die unterschiedlichen Fraktionen im bayerischen Landtag angehören. Zuletzt hat er eine Handreichung zur Kommunalwahl in Bayern herausgegeben, die viele Kolpingsfamilien zu Veranstaltungen in Vorbereitung auf die Wahlen inspiriert hat. Fath war als Landesvorsitzender auch im Kolping-Bildungswerk Bayern und im Kolping-Familienferienwerk Landesverband Bayern (Kolping-Familienferienstätte Haus Chiemgau in Teisendorf) engagiert. Er gehörte bis Februar 2026 dem Stiftungsrat der Kolping-Stiftung Augsburg an. Zuletzt war er Vorsitzender des Stiftungsrates und damit verantwortlich für die 250 jungen Menschen in Ausbildung, die im Kolpinghaus in Augsburg leben, und für die über 40 Mitarbeitenden.

Bayerisches Ehrenzeichen für Dorothea Schömig

Gleichberechtigt mit Erwin Fath stand Dorothea Schömig aus der Kolpingsfamilie Güntersleben an der Spitze des Kolping-Landesverband Bayern. Schömig, die gleichzeitig Kolping-Diözesanvorsitzende in Würzburg ist, erhielt für ihr Engagement die höchste bayerische Kolping-Auszeichnung. Kolping-Landespräses Christoph Wittmann würdigte in einer Laudatio zur Überreichung des Ehrenzeichens ihren ehrenamtlichen Einsatz für die über 58.000 Kolping-Mitglieder in 497 Kolpingsfamilien in Bayern.

Für Kolping Deutschland dankte Maria Adams, die Geistliche Leiterin des Bundesverbandes, den beiden scheidenden Landesvorsitzenden für ihren Einsatz.

Eva Ehard und Roland Kronawitter neue Landesvorsitzende

Zuvor wählten die Delegierten Eva Ehard und Roland Kronawitter als neue Landesvorsitzende des Kolpingwerks Bayern. Eva Ehard stammt aus Spalt im Bistum Eichstätt. Die 67-jährige war von 2008 bis 2023 Diözesanvorsitzende von Kolping Eichstätt und Vorsitzende der Kolpingsfamilie Spalt. Roland Kronawitter aus Ruderting bei Passau gehört seit 2009 dem Diözesanvorstand von Kolping Passau an. Der 60-Jährige ist Kuratoriumsmitglied der Kolping Stiftung Passau.

Augsburger Delegierte

Diözesanvorsitzender Robert Hitzelberger (Bobingen), stellvertretende Diözesanvorsitzende Ulrike Marcher (Wiggensbach), Björn Panne (Geschäftsführer Kolping Akademie), Diözesanvorstandsmitglied Vera Heinz (Neusäß), Diözesanvorstandsmitglied Franz Nusser (Buchloe) und Michael Breitsameter (Diedorf, Vorsitzender ACA Schwaben) vertraten als Delegierte die Interessen der Kolpingmitglieder aus der Diözese Augsburg bei der Landesversammlung.

Bilder: Ulrike Marcher und Kolpingwerk Bayern/Gabriele Riffert (Gruppenbild)
06.07.2026
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