Kolping Bayern im Gespräch mit SPD im Bayerischen Landtag

Parlamentarischer Austausch

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14.11.2025

In der Reihe der Gespräche mit den Kolpingmitgliedern im Bayerischen Landtag trafen sich am 12. November 2025 die Vertretungen der Landesvorstände des Kolpingwerkes, des Kolping-Bildungswerkes und der Kolpingjugend mit Fraktionsmitgliedern der SPD im Bayerischen Landtag.

Kolping-Landespräses Christoph Wittmann ging in seinem Geistlichen Impuls am Beginn des Treffens auf den Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ aus dem Grundgesetz ein. Er hob dabei auf eine eigene Beobachtung an einem Bauzaun in Frankfurt ab. Der Satz wurde an diesen geschrieben und an einer Toreinfahrt verschwanden zwei Buchstaben. Plötzlich war die Würde des Menschen im Satz „antastbar“. Die Runde war sich einig, dass unsere Demokratie ständigen Gefährdungen ausgesetzt ist und jeder und jede einzelne verantwortlich für den Schutz von Werten, die unsere Gesellschaft stützen und menschlich erhalten, ist.

Aus der jüngst zu Ende gegangenen Bundesversammlung von Kolping Deutschland in Köln informierte Landesvorsitzender Erwin Fath die Parlamentarier über den gefassten Beschluss zur Unvereinbarkeit von der Mitgliedschaft bei der AfD und bei Kolping. Das Leitbild von Kolping Deutschland und die Satzungsbestimmungen stehen konträr den Positionen der AfD entgegen.

Vorgestellt wurde die Handreichung des Landesverbandes für die Ortsgruppen zur Kommunalwahl 2026 unter dem Motto „Demokratie stärken“.

Melanie Krapp und Benedikt Enzinger (Kolpingjugend Bayern) wiesen auf das Erfolgsformat „Landtag live“ hin. Im Frühjahr 2026 findet die parlamentarische Praxiswoche für Jugendliche, die seit über 20 Jahren erfolgreich durchgeführt wird, wieder im Bayerischen Landtag statt.

Die Vorsitzenden des Kolping-Bildungswerkes Bayern Björn Panne und Michael Kroll informierten über die schwierigen Ausführungs- und Finanzierungsgrundlagen durch Veränderungen in den Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Bereich der Berufsvorbereitungsmaßnahmen und zur Sicherung der beruflichen Integration.

Der Digitalbonus zur Förderung der Unternehmen in der Wirtschafft sollte dringend in ähnlicher Form auch dem Sozialbereich zur Verfügung gestellt werden, um den Herausforderungen in diesem Bereich nachkommen zu können.

Angesprochen wurde im Zusammenhang mit dem sog. „Herrenbergurteil“ die befürchteten Auswirkungen auf die Beschäftigung von Honorarkräften in der Erwachsenenbildung und im Integrationsbereich im Bereich der Sozialversicherung.

Landesgeschäftsführer Willi Breher stellte die Aktivitäten des Kolpingwerkes in der Betreuung von Groß- und Mehrlingsfamilien vor. Weiter ist der Landesverband seitens des Sozialministeriums beauftragt, die Mehrkindfamilienkarte Bayern (mehrkindfamilienkarte.bayern) in der Ausgabe zu betreuen und neu auch die Akquise von Akzeptanzstellen ("Vorteilspartner") zu übernehmen.

Willi Breher
14.11.2025
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Teilnehmende von links nach rechts: Björn Panne, Doris Rauscher (MdL), Michael Kroll, Erwin Fath, Ruth Müller (MdL), Benedikt Enzinger, Willi Breher, Melanie Krapp, Volkmar Halbleib (MdL), Christoph Wittmann. Nicht im Bild Anna Rasehorn (MdL).