Wer glaubt, muss politisch sein
Bereits weit vor Beginn des Kolping-Gottesdienstes am Freitag auf dem Katholikentag in Würzburg, wurde das Neumünster, der erste Dom des Bistums Würzburg, wegen Überfüllung geschlossen. Jens Johanni, Diözesanpräses des Kolpingwerks Würzburg, freute sich, die 450 Personen in der Kirche und mehrere hundert Mitfeiernde über Audioübertragung auf dem Kiliansplatz begrüßen zu können. Gemeinsam mit Bundespräses Sebastian Schulz, der Geistlichen Leiterin Maria Adams, dem ehemaligen Bundespräses Hans-Joachim Wahl, dem bayerischen Landespräses Christoph Wittmann feierten auch der Augsburger Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer, sein Vorgänger Alois Zeller und die Geistliche Leiterin aus Augsburg Sabine Eltschkner den Gottesdienst im Altarraum mit.
Unter dem Motto „Wer Mut zeigt, macht Mut – Wie Adolph Kolping: Vorangehen und Andere mitnehmen“ und musikalisch begleitet von der Gruppe WTC erlebten die Kolpingmitglieder einen inspirierenden und motivierenden Gottesdienst. Im Anschluss waren alle vom Kolpingwerk Diözesanverband Würzburg zu einem Meet & Greet ins Kolping-Center Main-Franken eingeladen.
Der 104. Deutsche Katholikentag vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg stand unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“. Eine private Gruppe von 15 Augsburger Kolpingmitgliedern mit Kolping-Diözesanvorsitzenden Robert Hitzelberger und viele einzelne weitere Kolpingmitglieder aus dem Bistum Augsburg haben daran teilgenommen. Bei vielen Veranstaltungen ist deutlich geworden, was Adolph Kolping so ausdrückt: „Das Christentum ist nicht bloß für die Kirche und für die Betkammern, sondern für das ganze Leben.“ Christen sind von Natur aus auch politisch, auch wenn sich das manche Politiker*innen anders wünschen.
Die Kolpingjugend Deutschland war mit einer Werkstatt zum Thema Jugendarmut am Programm beteiligt. Der Verband der Kolpinghäuser hatte eine Werkstatt zum Thema „Regenbogenkompetenz in der katholischen Jugendsozialarbeit“ mit vorbereitet.
Kolping Deutschland war Mitveranstalter einer Podiumsdiskussion zum Thema: „Kampf um Arbeitskräfte – Wo bleibt die Fairness bei Migration und Ausbildung?“. Auch auf der Kirchenmeile waren der Gesamtverband und die Kolpingjugend vertreten. Am Stand der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung e.V. informierte auch der Geschäftsführer des Kolping-Allgäuhaus, Heinrich Lang, über die Kolping-Familienferienstätten.
Das Bistum Augsburg war nicht nur auf der Kirchenmeile mit einem Stand präsent. Bischof Dr. Bertram Meier war bei einem Biblischen Dialog mit der Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Asmaa El Maaroufi Gesprächspartner und stand einer Eucharistiefeier mit der Edith-Stein-Gesellschaft und der Messfeier der bischöflichen Hilfswerke in Deutschland im Kilians-Dom vor.
Bereits Adolph Kolping hielt 1851 auf dem 5. Katholikentag (damals: Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands) in Mainz zwei bedeutsame Reden über den Gesellenverein und regte dadurch die Gründung weiterer Katholischer Gesellenvereine an. Weitere Auftritte von Adolph Kolping bei Katholikentagen folgten.
Auf nach Paderborn
Am Ende des Abschlussgottesdienstes vor der Würzburger Residenz luden die Vorsitzende des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn, Nadine Mersch, und Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz luden zum 105. Katholikentag nach Paderborn vom 24. bis 28. Mai 2028 ein.
Rückblick und Vertiefung
Eine Mediathek, Redemanuskripte oder das Programm des Katholikentag in Würzburg finden sich auf der Seite www.katholikentag.de.
Eine Zusammenfassung zum Katholikentag von Kolping Deutschland mit einem Link zu einer Bilderdatenbank gibt es unter: www.kolping.de.
Das Bistum Augsburg hat in mehreren Beiträgen auf www.bistum-augsburg.de über den Katholikentag berichtet.
Auch die Internetseite www.katholisch.de und viele weitere Medien haben über den Katholikentag berichtet.
