Zukunftsprozess: Kolping upgrade

Die Bundesversammlung hat den Bundesvorstand beauftragt, zur Zukunftssicherung des Kolpingwerkes Deutschland einen verbandsweiten Zukunftsprozess zu initiieren. Die Ergebnisse des Zukunftsprozesses sollen sich u. a. in einer Weiterentwicklung des Leitbildes „Kolping – verantwortlich leben, solidarisch handeln“ niederschlagen, über das die Bundesversammlung 2020 beschließen soll. 

Ziel des Zukunftsprozesses ist die Aktivierung unseres Mitgliederverbandes und die Klärung und Sicherung der Rolle und des gesellschaftlichen Beitrags von Kolping in einer sich wandelnden Gesellschaft. Der Zukunftsprozess basiert und reagiert auf gesellschaftliche und kirchliche Veränderungsprozesse und Entwicklungen – wie z.B. dem demografischen Wandel – und stellt sich den relevanten Fragen, die sich daraus für das Kolpingwerk Deutschland ergeben.

Themen des Zukunftsprozesses

  • Kolping hat ein klares Profil (in Wort und Tat) und steht als Marke sowie als ein zivilgesellschaftlicher Akteur für etwas Bestimmtes.
  • Kolping versteht sich als Teil der katholischen Kirche – ist Kirche.
  • Kolping versteht sich als ein starker Mitgliederverband mit verbandlichen Einrichtungen und Unternehmen
  • Kolping Personalentwicklung, Strukturen, Prozesse

Folgende Schritte sind im Zukunftsprozess vorgesehen:

2017 – Vorbereitung und Sensibilisierung

Das Jahr 2017 dient der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung sowie der Einstimmung des Verbandes auf den Zukunftsprozess. Die verbindlichen Medien, u.a „Idee & Tat“, berichten kontinuierlich sowohl über Fragestellungen und Hintergründe des Zukunftsprozesses. Zudem wurde als Grundlage für die weiteren Schritte eine Mitgliederbefragung durchgeführt. Zur Beteiligung an der Mitgliederumfrage waren in diesem Juli alle 235.000 Mitglieder im Kolpingwerk Deutschland eingeladen. Sie erhiehlten den Fragebogen als Beilage im Kolpingmagazin. Gleichzeitig bestand die Möglichkeit, den Fragebogen im Internet unter www.kolping.de/mitgliederumfrage auszufüllen. Eine Teilnahme war bis zum 31. August 2017 möglich.

Wie über die Ergebnisse berichtet wird (Idee & Tat 4/2027)

Zuerst erfolgte die Auswertung der Mitgliederumfrage. Im Oktober wurde die vom Bundesvorstand eingesetzte Steuerungsgruppe unter der Leitung von Klaudia Rudersdorf von den begleitenden Wissenschaftlern über die Ergebnisse informiert, im Dezember erfolgt die Information des Bundesvorstandes. Danach findet die Berichterstattung in den Verbandsmedien statt. Im April werden die Ergebnisse in den 20 Regionalforen diskutiert, zu deren Teilnahme und Mitwirkung alle Kolpingmitglieder eingeladen sind.

Prof. Dr. Joachim Hafkesbrink vom Rhein-Ruhr Institut für angewandte Systeminnovation e.V. in Duisburg, das die Mitgliederumfrage des Kolpingwerkes Deutschland technisch begleitet hat, hält die Beteiligung von über 7.000 Mitgliedern für einen „deutlichen Partizipationsgrad“. Sie belege „ein hohes Interesse der Mitglieder des Kolpingwerkes an den im Fragebogen angesprochenen Themen“.

Arbeitshilfe für Kolpingsfamilien

Im Oktober 2017 erhalten alle Vorsitzenden der Kolpingsfamilien mit der Post aus Köln eine Arbeitshilfe zur Durchführung einer Veranstaltung zum Zukunftsprozess vor Ort. Diese Handreichung findet sich rechts im Download und wird außerdem in der Ausgabe Nr. 4 von Idee und Tat im November 2017 erscheinen. Alle Kolpingsfamilien werden damit angeregt, ihre Mitglieder vor Ort am Zukunftsprozess zu beteiligen. (Info Idee & Tat 3/2017)

Mitglieder des Diözesanvorstandes sind gerne bereit einen Diskussionsabend in der Kolpingsfamilie oder im Vorstand der Kolpingsfamilie zu moderieren. Im Download links findet sich ein Buchungsformular.

2018 – Regionale Zukunftsforen

An allen vier Samstagen im April 2018 (7.4.18, 14.4.18, 21.4.18 und 28.4.18) werden regionale Zukunftsforen als Tagesveranstaltungen geplant. Die Anreise zu den bundesweit 20 Orten soll so kurz wie möglich sein. Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung sollen als Arbeitsbasis genutzt werden.

Eines der Zukunftsforen wird am 21. April 2018 in Augsburg stattfinden und in die Diözesanversammlung eingebunden sein.

Veranstaltungsorte (Idee & Tat 3/2017)

Termin 07.04.2018

  • 1 Hamburg
  • 2 Osnabrück
  • 3 Köln
  • 4 Würzburg
  • 5 Freiburg

Termin 14.04.2018

  • 6 Hettstedt
  • 7 Coesfeld (bei Münster)
  • 8 Trier
  • 9 Stuttgart
  • 10 Regensburg

Termin 21.04.2018

  • 11 Raum Hannover
  • 12 Paderborn
  • 13 Frankfurt a. M.
  • 14 Raum Karlsruhe/Rastatt
  • 15 Augsburg

Termin 28.04.2018

  • 16 Raum Vechta
  • 17 Berlin
  • 18 Essen
  • 19 Fulda
  • 20 Ismaning (bei München)

Ziel ist, die Themen und die Relevanz in den Verband hinein zu tragen und für notwendige Entwicklungen und deren Auslöser zu sensibilisieren. Inhaltlich dienen die Zukunftsforen bereits einer ersten gemeinsamen Meinungsbildung.

Teilnehmen können alle interessierten Kolpingmitglieder. Sie können einen Ort und Termin frei auswählen. Kosten entstehen ihnen (außer für die Anreise) nicht. Einzige Voraussetzung: eine Anmeldung, die entweder schriftlich mittels eines Formulares, das im Kolpingmagazin (September 2017) abgedruckt ist, erfolgt, oder auch online durchgeführt werden kann. Die Online-Anmeldung bietet den Vorteil, dass genau abgelesen werden kann, ob zum jeweiligen Termin und Ort noch freie Plätze vorhanden sind. Da es bundesweit mehrere tausend Teilnahmemöglichkeiten gibt, dürfte es lange Zeit keine Kapazitätsprobleme geben. Herzlich eingeladen sind nicht nur die Leitungskräfte, Engagierten und interessierten Mitglieder, sondern gerade auch die Mitarbeitenden in Einrichtungen und Unternehmen des Verbandes.

2019 – Bundesweites Zukunftsforum (Konvent)

Höhepunkt des Zukunftsprozesses ist ein bundesweites Zukunftsforum am 30. März 2019 in Fulda mit bis zu 3.000 Teilnehmenden, das die Ergebnisse der regionalen Foren und der weiteren Partizipationsbereiche weiter konkretisiert und in Richtung von Entscheidungen ausarbeitet. Inhaltlich steht jedoch nicht der Austausch, sondern die intensive gemeinsame Arbeit an den Zukunftsthemen des Verbandes im Fokus.

2020 – Bundesversammlung

Neben der Aktivierung des Verbandes, die durch den gesamten Zukunftsprozess erfolgte, zielt er im Ergebnis darauf ab, im Jahr 2020 u.a. über eine Weiterentwicklung des Leitbild zu beschließen. Erkenntnisse des Prozesses werden so auch in der Programmatik des Verbandes verankert.

Kontinuierliche Partizipation und Beteiligungsmöglichkeiten

Neben den regionalen und dem bundesweiten Foren wird über den gesamten Verlauf des Zukunftsprozesses die Möglichkeit bestehen, sich zu beteiligen. Dies kann über digitale Medien oder über herkömmliche Kommunikationsformen geschehen. Alle Eingaben fließen in die Planung des jeweils nächsten Schrittes ein.

Arbeitsgruppe des Bundesvorstandes

Nach der Neuwahl durch die Bundesversammlung hat der Bundesvorstand auf seiner konstituierenden Sitzung am 9. und 10. Dezember 2016 die Arbeitsgruppe Zukunftsprozess berufen. Sie wird von Klaudia Rudersdorf geleitet. Ihr gehören außerdem an: Harold Ries, Jutta Schaad, Mark Keuthen, Reinhard Ockel, Ernst Joßberger, Anna-Maria Högg, Ulrich Vollmer sowie David Agert (externer Berater).

Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg e. V.
Frauentorstraße 29
86152 Augsburg
Telefon: +49 821 3443 134