Gemeinde- und Landkreiswahlen 2020

Die Bayerische Staatsregierung beschloss in der Ministerratssitzung am 12. Februar 2019, die nächsten Gemeinde- und Landkreiswahlen am 15. März 2020 durchzuführen." Bei den allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen werden in den 71 Landkreisen und 2.056 Städten, Märkten und Gemeinden in Bayern nicht nur die Kreistage, Stadt-, Markt- und Gemeinderäte für sechs Jahre neu gewählt, sondern auch die meisten Landräte, Oberbürgermeister und Ersten Bürgermeister.", so  in der Presseerkärung des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration am 12. Februar 2019.

Gesichter und Geschichten von Kolpingmitgliedern, die sich derzeit in der Kommunalpolitik engagieren und über 2020 hinaus gerne Verantwortung übernehmen möchten:

Petra Wagner.

1. Bürgermeisterin der Stadt Oettingen in Bayern, CSU

 

Was motiviert Sie, sich in der Politik zu engagieren?

Ich möchte mich für meine Heimat einsetzen und die Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder aktiv mitgestalten. Ich habe mich schon immer ehrenamtlich engagiert. Früher in der Pfarrgemeinde, dann im Elternbeirat in der Schule. Ich habe dadurch gemerkt, dass man sehr viel bewegen und erreichen kann, wenn man sich zu Wort meldet.

 

Was ist Ihr Steckenpferd politisch gesehen?

Oettingen als lebens- und liebenswerte Stadt weiter zu entwickeln.

Dazu gehören Kita's, und Schulen, aber genauso eine gute medizinische Versorgung. Ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, Sicherung von Arbeitsplätzen durch Bereitstellung von Gewerbeflächen, eine gute Breitbandversorgung und eine gute Infrastruktur.

 

Eine Sache, die Sie bewegen konnten?

Da gibt es ganz viele. Aber besonders hat es mich gefreut, dass ich durch die Ausweisung von neuen Baugebieten für viele junge Familien eine neue Heimat schaffen konnte.

 

Was unterscheidet Sie von Ihren Kollegen im politischen Gremium?

Ich bin ein sehr optimistischer Mensch, der pragmatisch und unkonventionell mit Herausforderungen umgeht und parteiübergreifend nach Lösungen sucht. Die Zusammenarbeit mit allen Gremien klappt parteiübergreifend sehr gut.

 

Anhand welcher Markenzeichen sind Christen in der Politik erkenntlich?

Für mich als gläubige Katholikin steht immer der Mensch im Mittelpunkt all meiner Entscheidungen. Es geht in der kommunalen Arbeit nicht darum, Recht zu haben, sondern die richtigen Lösungen  zu finden.

 

Ihre Vision für die Kommunalpolitik?

Nicht übereinander zu reden, sondern miteinander.

Nicht das ICH in den Vordergrund stellen, sondern das WIR,

denn nur zusammen kann man alles erreichen.

Markus Stuhler.

50 Jahre, Stadtrat in Lauingen und Fraktionsvorsitzender der SPD

 

Was motiviert Sie, sich in der Politik zu engagieren?

Demokratie lebt vom Mitmachen. Nur wer sich aktiv in den Prozess einbringt, kann dauerhaft etwas ändern. Von jung an bin ich es gewohnt Verantwortung zu übernehmen, sei es im Kolpingwerk oder in anderen Vereinen. Genau dies motiviert mich auch im politischen Prozess. Dabei steht immer im Vordergrund, dass Entscheidungen in erster Linie für die Menschen zu treffen sind. Meine Devise war und ist es: Produzieren und nicht nur konsumieren!

 

Was ist Ihr Steckenpferd politisch gesehen?

Mein Hauptaugenmerk liegt in der "Sozialpolitik", wenn  man diesen Begriff auf kommunaler Ebene überhaupt verwenden kann. Mein besonderes Augenmerk liegt deshalb bei der Entwicklung von Kindergarten und Schule. Eine Kommune sollte familienfreundlich sein, dazu gehört auch die Unterstützung der lokalen Vereine und Verbände.

 

Eine Sache, die Sie bewegen konnten:

Gründung eines Jugendtreffs in Lauingen

 

Was unterscheidet Sie von Ihren Kollegen im politischen Gremium?

Dazu sollten Sie meine Kollegen und Kolleginnen befragen. Mir wurde aber schon von vielen Seiten bestätigt, dass ich kompromissbereit und pragmatisch bin.

 

Anhand welcher Markenzeichen  sind  Christen in der Politik erkenntlich?

Christen sollten mehr als alle andere ihre Entscheidungen am Wohl des Menschen orientieren. Dies gilt zwar für alle Politiker, aber als Christ sollte das Gebot der Nächstenliebe besonders stark in den Entscheidungsprozess eingebunden werden.

 

 Ihre Vision für die Kommunalpolitik:

Schön wäre es, wenn die Arbeit als ehrenamtlicher Politiker mehr anerkannt und Kritik an unserer Arbeit sachlich formuliert würde. Leider sind wir als Stadträte oft mit unsachlicher Kritik konfrontiert (v.a. in den sozialen Medien), was unser Engagement nicht unbedingt erleichtert.

"Handeln - nicht behandelt werden"

Im Aufruf an die Kolpingsfamilien des Landesvorstandes zu den Kommunalwahlen 2020 in Bayern heißt es: "Die Kommunalwahlen haben eine direkte Auswirkung auf das tägliche Leben. Die Kommunalwahlen in Bayern brauchen deshalb die Mitwirkung von uns allen! Engagieren wir uns bei der Gestaltung unseres Lebensraumes. Überlassen wir dies nicht anderen! Prominente Kolpingmitglieder wie die amtierende und die ehemalige Landtagspäsidentin machen Mut dazu auf allen politischen Ebenen!"