#WirBleibenZuhause - und sind dennoch (gedanklich) unterwegs!

Da aufgrund der Corona-Pandemie unsere Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, lädt das Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg zu einem virtuellen Sonntagsausflug zu Kapellen, Gipfel- und Feldkreuzen, Kirchen mit Kolping-Reliquien... ein.

Kolping-Stele in Schrobenhausen

Der Künstler bei der Arbeit
Noch ist das Demkmal verhüllt
Ehrenmitglieder im Einsatz
Die Bilder der Stele
Segnung durch Präses Beyrer
Banner und Standarte bei der Stele

Bei einem feierlichen Gottesdienst wurde am 10. Juni 2018 das Kolpingdenkmal der Kolpingsfamilie Schrobenhausen der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bildhauer Karlheinz Torge hat die schlanke, zwei Meter hohe Stele mit sechs Bronzetafeln, die Szenen aus dem Leben des Gesellenvaters Adolph Kolping (1813-1865) zeigen, geschaffen. Die Stele ist zirka 350 Kilogramm schwer und besteht aus Wachenzeller Dolomit.

Torge platzierte die einzelnen Bronzetafeln an der Stele in Form einer stilisierten Wendeltreppe. „Das bewegte Leben Adolph Kolpings war ja auch alles andere als geradlinig. Das soll dieses Kunstwerk auch ausdrücken“, so die Vorstellung der Verantwortlichen. Viel mehr Bedeutung legten die Kolpingmitglieder jedoch auf den Aspekt, Adolph Kolping und sein Werk in der Öffentlichkeit darzustellen und das Wir-Gefühl zu stärken.

Die Lebensabschnitte sind in chronologischer Reihenfolge von unten nach oben dargestellt. Die erste Tafel zeigt Kolping als Sohn eines Schäfers aus Kerpen im Kreis seiner Familie mit dem Geburtsdatum (08.12.1813) und dem Geburtshaus im Hintergrund. Die zweite Platte fasst die Ausbildung zum Schuster, die Wanderjahre und das Studium zusammen. Am 13. April 1846 wurde Adolph Kolping in der Minoritenkirche in Köln zum Priester geweiht. Zu sehen ist, wie Kolping vor dem Altar bei der Weihehandlung am Boden liegt. Eine weitere Darstellung präsentiert Kolping als Seelsorger, Journalisten und Gesellenvater. Die „legendäre“ Gründung des Kölner Gesellenvereins am 6. Mai 1849 mit sieben Gesellen ist der Inhalt des vorletzten Reliefs. Das Portrait von Adolph Kolping mit dem Zitat, "Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfand einsetzen“, schließt die Himmelsleiter ab. Eine Weltkugel, das Kolpinglogo und die Inschrift „Kolpingsfamilie Schrobenhausen 2018“ schließt die Gestaltung nach unten ab.  

Der damalige Stadtpfarrer Josef Beyrer segnete nach einem Festgottesdienst die Stele, die zuvor von drei Ehrenmitgliedern (Hubert Haberer, Horst Knopf und Franz Mayer sen.) enthüllt wurde. Zum festlichen Anlass waren nicht nur Bannerabordnungen aus dem Bezirk Altbayern/Paargau gekommen, sondern die Kolpingsfamilie hat ihre Standarte aus dem Stadtmuseum geholt, deren Bilder von Franz von Lenbach stammen.

Der Anstoß für die Errichtung der Kolping-Stele in der Spargelstadt kam 2016 vom Schrobenhausener Bildhauer Torge. Er hatte Bronzetafeln zum Leben Kolpings für eine andere Kolpingsfamilie in der Oberpfalz geschaffen und den Schrobenhausenern einen Zweitguss angeboten. Eine fünfstellige Summe musste zur Finanzierung durch Spenden, Aktionen und Veranstaltungen erwirtschaftet werden. Mit dem neu angelegten Platz im Schatten der Vorstadtkirche St. Salvator unweit des Kolpinghauses wurde ein geeigneter Standort gefunden.

Aus dem Evangelium von Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020)

"In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.

Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel.

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen:

Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.

Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

Vollständiger Text Evangelium (Matthäus 28, 16–20) unter: www.die-bibel.de
Texte des Sonntags im Schott-Messbuch auf: www.erzabtei-beuron.de

Aus meinem Tourtagebuch:

Wie oft starte ich ein neues Projekt und kurz vor dem Ziel, kurz vor dem Gipfel befallen mich die Zweifel. Ist das das richtige Ziel? Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Habe ich meinen Plan auch nicht in den Ablenkungen am Wegesrand verloren?

Klar, dieses kritische Hinterfragen ist wichtig. Manchmal muss ich dann meinen Kurs anpassen. Vielleicht nochmal ein Stück zurückgehen, um wieder auf meine Route zu kommen.

Aber ganz oft kann ich mich auch einfach darauf verlassen, dass ich nicht allein bin. Dass da noch Weggefährt*innen mit mir gehen. Und dass einer immer dabei ist und unseren Weg im Blick hat.  

Katharina Heckl, stellvertretende Diözesanvorsitzende

Eintrag ins Gipfelbuch

Jesus Christus, Du sendest Deine Jünger und Jüngerinnen in alle Welt. Das ist auch meine Berufung: durch mich kommt die Botschaft von deiner Liebe zu den Menschen. Hierbei  ist mir der selige Adolph Kolping ein gutes Vorbild. Lass auch mich meine Berufung finden und gib mir den Mut mein Herz zum Pfande einzusetzen.

Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer

Musiktipp: Gemeinsam stark – Singen mit Robert Haas

"Weil es das erste ist, was der Mensch vorfindet im Leben, und das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, und das Kostbarste im Leben, was er besitzt, auch wenn er es nicht achtet, deshalb ist es gewiß das Wichtigste für's Leben und wert, recht gründlich betrachtet zu werden. Was es ist? Blicke um Dich, lieber Leser, das ist Deine Familie."

Adolph Kolping

Für jede Sonntagstour gibt es ein Kreuzworträtsel. Aus den eingesendeten Lösungen wird ein kleiner Gewinn (z.B. Buch) verlost (Einsendeschluss: 15.06.2020).

Hier gehts zum Sonntags-Kreuzworträtsel

Wer sehen will, wo die Stele steht, sich mit dem Finger auf der Karte auf den Weg machen möchte, kann hier dem Link folgen oder die GPS-Daten verwenden: 48°33'20.0"N 11°16'01.0"E