#WirBleibenZuhause - und sind dennoch (gedanklich) unterwegs!

Da aufgrund der Corona-Pandemie unsere Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, lädt das Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg zu einem virtuellen Sonntagsausflug zu Kapellen, Gipfel- und Feldkreuzen, Kirchen mit Kolping-Reliquien... ein.

Gipfelkreuz auf dem Ostgipfel der Höfats von der Kolpingsfamilie Börwang

"Die Macher" von 1958
Transport zum Gipfel 1958
Errichtung Kreuz 1983
Messe am Älpelesattel mit Pfarrer K. Meisburger und Karl Brutscher als Ministrant
Der damalige Pfarrer Florian Wörner beim Kreuztragen
Ein letztes beschewerliches Stück zwischen Älpelekopf und Gipfel

Da muss ein Kreuz rauf

Als Karl Brutscher aus Börwang und Martin Waibel aus Kempten im Sommer 1957 den Ostgipfel der Höfats (2.258 m) betraten, war vom ersten Kreuz der Oberstdorfer Bergführer nur noch der Stumpf des Längsbalkens übriggeblieben. „Da muss ein Kreuz rauf“, war die Feststellung von beiden bei der Bergtour. Während Waibel bei den Rechtlern und der Alpgenossenschaft die Zustimmung einholte, trug Brutscher der Kolpingsfamilie Börwang die Bitte um Unterstützung vor. Das vier Meter hohe Kreuz wurde von Karl Brutscher in seiner Freizeit hergestellt und mit der Inschrift „Herr beschütze unsere Heimat” versehen. Waibel hatte inzwischen mit Gefährten Zement, Sand, Wasser und eine U-Schiene auf den markantesten Allgäuer Grasberg mit seinen sehr steilen Flanken hinaufgetragen und damit das Fundament gefertigt. Am 20. September 1958 wurden Längs- und Querbalken über Älpelesattel und Ostgrat auf den Ostgipfel des einzigartigen Berges in den Ostalpen getragen, dann zusammengefügt und aufgestellt. Kaplan Ludwig Scherm segnete bei einer Bergmesse am Sonntag, 21. September, das Kreuz.

Bereits 1962 Schäden durch Blitzschlag

Bereits im Sommer 1962 wurde das Kreuz durch einen Blitzschlag beschädigt. Brutscher fertigte einen neuen Längsbalken, der Querbalken konnte weiterverwendet werden. Am Samstag, 16. September, wurde der Balken ausgewechselt. Pater Jordan Fenzel segnete das Kreuz am drauffolgenden Sonntag. Weil nicht alle Teilnehmer auf der kleinen Fläche des Gipfels Platz fanden, wurde – auch für die nicht ganz Schwindelfreien – eine Messe auf dem Älpelesattel gefeiert. Denn die Höfats ist kein ungefährlicher Berg. Aufgrund der Beschaffenheit des Geländes kann jeder Fehltritt bzw. Ausrutscher tödlich enden. In den letzten Jahrzehnten gab es beinahe jährlich mindestens einen tödlichen Absturz an der Höfats.

15 Jahre später ein neues Kreuz

1977 war aufgrund der Witterungsschäden eine Erneuerung dringend notwendig geworden. Karl Brutscher fertigte diesmal ein schlichteres Kreuz ohne geschnitzte Inschrift. Am 2. Juli wurde das Kreuz auf den einen der vier beinahe gleich hohen Gipfel der Höfats getragen, aufgestellt und am Sonntag, 3. Juli, durch Kurat Eduard Salzmann gesegnet. Der Messfeier auf dem Älpelesattel stand Pfarrer Konrad Meisburger vor. Der alte, geschnitzte Querbalken wurde restauriert und ziert das Pfarrheim in Börwang.

Fünftes Kreuz 1983

Das Kreuz von 1977 wurde 1982 bei einem Sturm umgerissen. Wieder fertigte Karl Brutscher ein neues Kreuz mit der Aufschrift „Herr beschütze unsere Heimat”, einem Kolpingzeichen und einer Gipfelbuchkassette. Auf einer Bronzetafel ist vermerkt: „Erstmals errichtet von den Bergführern Oberstdorfs am 20. Mai 1911. Wiedererrichtet von der Kolpingsfamilie Börwang und ungenannten Bergkameraden am 20. Sept. 1958. Erneuert am 2. Juli 1977. Erneuert am 10. Juli 1983.” Pfarrer Schmid aus München segnete das am 9. Juli errichtete Kreuz bei einer Messfeier am 10. Juli.

60 Jahre Gipfelkreuz mit Weihbischof Wörner

katholisch1.tv berichtete 2018 über die Bergmesse der Kolpingsfamilie Börwang zum 60-Jährigen Jubiläum ihres Gipfelkreuzes auf dem Ostgipfel der Höfats. Weihbischof Florian Wörner, der ehemalige Präses der Kolpingsfamilie Börwang und Pfarrer von Haldenwang und Börwang, stand der Messfeier an der Käseralpe vor. Weihbischof Wörner war beim Austausch des Kreuzes vor 10 Jahren selbst dabei und weiß, wie beschwerlich das war. „Ich bin sehr dankbar, dass das Kreuz ganz selbstverständlich im öffentlichen Leben sichtbar ist“, sagt Weihbischof Wörner im Interview mit katholisch1.tv. „Das Kreuz steht für Christus, steht für seine Liebe, für seine Hingabe, es steht dafür das er für uns Brot geworden ist und es steht dafür, dass wir die Aufgabe haben, füreinander Brot sein“, sagt der Augsburger Weihbischof.

Bericht vom 60jährigen Jubiläum 2018 mit Weihbischof Wörner von katholisch1.tv

Aus dem Evangelium vom Sonntag nach Pfingsten - Dreifaltigkeitssonntag (7. Juni 2020)

"Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat."

Text Evangelium (Johannes 3, 16-18) unter: www.die-bibel.de
Texte des Sonntags im Schott-Messbuch auf: www.erzabtei-beuron.de

Aus meinem Tourtagebuch

Wird die Welt auch heute noch von Gott gerettet? Sehen wir Gott in unserem Tun und Handeln? Ja! Er gibt uns eine Richtung und lenkt uns auf die Bahnen, die Gott für uns vorgesehen hat, denn er liebt nicht nur seinen Sohn, sondern uns alle!
Jetzt fragt ihr euch sicherlich wie? Geht in euch, spürt die Kraft, die euch persönlich begleitet.
Mich persönlich stärkt ein Gebet, in dem ich ganz alleine mit Gott sprechen kann. Dort finde ich meinen Weg. Wo findest du deinen?

Anna Ruf, Diözesanleiterin der Kolpingjugend

 

Eintrag ins Gipfelbuch

Gott, unser Vater. DU Schöpfer des Himmels und der Erde.
Ich danke DIR für das Leben.

Gott, Sohn Jesus Christus. DU Menschenfreund.
Ich danke DIR für DEINE Freundschaft.

Gott, Heiliger Geist, DU Liebhaberin des Lebens.
Ich danke DIR für DEINE Liebe.

Kolping-Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer

Musiktipp: Nada te turbe (J. Berthier, Taizé)

"Unser Glaube an Gott hat uns den Glauben an die Menschen, auch selbst in ihrem Elende, erhalten, und je mehr wir diesen Glauben übten, um so größer ist er gewachsen."

Adolph Kolping

 

Für jede Sonntagstour gibt es ein Kreuzworträtsel. Aus den eingesendeten Lösungen wird ein kleiner Gewinn (z.B. Buch) verlost (Einsendeschluss: 15.06.2020).

Hier gehts zum Sonntags-Kreuzworträtsel

Wer sehen will, wo das Kreuz steht, sich mit dem Finger auf der Karte auf den Weg machen möchte, kann hier dem Link folgen oder die GPS-Daten verwenden: 47°22'02.3"N 10°20'58.1"E