#WirBleibenZuhause - und sind dennoch (gedanklich) unterwegs!

Da aufgrund der Corona-Pandemie unsere Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, lädt das Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg zu einem virtuellen Sonntagsausflug zu Kapellen, Gipfel- und Feldkreuzen, Kirchen mit Kolping-Reliquien... ein.

Hochalpkreuz auf dem Breitenberg von der Kolpingsfamilie Pfronten

Kreuz vor dem Aggenstein
Präses Harald Heinrich, heute Generalvikar, bei der Bergmesse der Kolpingsfamilie Pfronten am Kreuz
Pause unter dem Kreuz
Auch bei kaltem Wetter - Bergmesse mit Präses Bernd Leumann
Es geht aber auch bei gutem Wetter
Der renovierte Christus wird 2019 wieder angebracht

Am 21. Mai 1964 fasste die Kolpingsfamilie Pfronten den Beschluss, auf dem Hörnle ein Kreuz zu errichten. Im Herbst schuf Josef Keller ein Stahlkreuz für die von der Kolpingjugend im Pfarrhof entdeckte und von Dekan Rupert Endres (1907-1992) der Kolpingsfamilie überlassenen Christusfigur. Doch dann gab es Probleme wegen der Aufstellung des Kreuzes mit dem Bürgermeister und dem Grundeigentümer. Deshalb wurde im Dezember 1964 beschlossen, das Kreuz mit dem ca. 1,5 Meter großen gusseisernen Christus auf dem Breitenberg (1.509 m) zu errichten, an Stelle des Bernhard-Kreuzes, das dem Zerfall zuging. Bis zum Herbst 1965 wurde auf dem Pfrontener Hausberg ein Sockel errichtet und die Christusfigur vergoldet. Präses Karl Ritschel (1915-1974) gelang es, eine Hubschrauberstaffel der Bundeswehr zu gewinnen, um das Kreuz an seinen Bestimmungsort zu schaffen. In einer Feierstunde, die von Alphornbläsern und einem Kinderchor den festlichen Rahmen erhielt, wurde das Hochalpkreuz auf dem Breitenberg am 17. Juni 1966 durch Präses Ritschel feierlich gesegnet.

Nachdem Wind und Wetter dem Kreuz stark zugesetzt hatten, wurde der mehr als sechs Zentner schwere Korpus 1996 mit Hilfe der Breitenbergbahn zum Vergolden ins Tal gebracht. 2019 konnte der Korpus nach erfolgreicher Restaurierung durch die Firma Menhofer aus Pfronten wieder an seinen angestammten Platz vor den mächtigen Felswänden des Aggensteines angebracht werden. Dank des Hochalpforstweges konnte die Figur mit einem Schlepper abgenommen und transportiert werden.

Jährlich feiert die Kolpingsfamilie an ihrem Kreuz eine Bergmesse. Für den 27. September 2020 ist am Kreuz die 20. Alphorn-Bergmesse mit rund 120 Alphörnern geplant.

Aus dem Evangelium vom 11. Sonntag im Jahreskreis (14. Juni)

"Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn ausgeliefert hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben."

Vollständiger Text Evangelium (Matthäus 9,36-10,8) unter: www.die-bibel.de
Texte des Sonntags im Schott-Messbuch auf: www.erzabtei-beuron.de

Aus meinem Tourtagebuch

Das was Jesus gesehen hat, ist heute nicht anders, finde ich. Was sehen wir, wenn wir auf unsere Welt schauen? Ihr geht es nicht gut: „Corona“ hat alles umgekrempelt, viele Menschen sind arbeitslos geworden; in Brasilien brennt der Regenwald, überall ist es zu trocken oder es stürmt und regnet zu viel - der Klimawandel lässt grüßen; außerdem werden Rassismus und Machtgehabe zum echten Problem. Dieses düstere Szenario könnte ich, leider ohne lange überlegen zu müssen, weiter fortsetzen. Es beschäftigt mich ja ständig – beim Blick in die Zeitung, beim Nachrichten hören, im Gespräch mit anderen. Ganz schön deprimierend irgendwie! Ich überlege mir dann auch immer, was ich als einzelne Person überhaupt machen kann, um dem entgegenzuwirken? Bin ich allein genug? Schließlich soll es meinen Kindern und deren Kindern auf dieser Welt auch noch gut gehen. „Ein bisschen Plastiksparen und Bioprodukte einkaufen reichen da wohl nicht“, dreht sich mein Gedankenkarussell weiter.

Im Bibeltext schickt Jesus seine Jünger, seine Freunde in die Welt hinaus: Sie sollen den Menschen helfen und ihnen von Gott erzählen. Wenn ich recht überlege: Freunde habe ich auch, euch Kolpingfreunde zum Beispiel und meine Familie – also sind da ja schon mal ein paar Menschen, die auch anpacken, verändern. Gottvertrauen habe ich zudem. Das ist doch schon eine ganze Menge, finde ich, und irgendwann bei meinen Überlegungen erinnere ich mich an ein Kolping-Zitat: „Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen.“ Das alles lässt mich dann doch wieder zuversichtlicher werden.

Katharina Reichart, Diözesanbeauftrage "Ehe-Familie-Lebenswege"

Eintrag ins Gipfelbuch

HERR in den Bergen fühlen sich viele Menschen DIR nahe.
Auch Mose und das Volk Israel hörten DEINE Stimme vom Berg herab (vgl. Ex 19,2-6).
Wir danken dir, dass Du in Liebe auf uns schaust und wir dein besonderes Eigentum sind.

Kolping-Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer

 

Musiktipp: Sailing (Rod Steward)

"Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist,
und macht ihn zu dem, was er sein soll."

Adolph Kolping

Für jede Sonntagstour gibt es ein Kreuzworträtsel. Aus den eingesendeten Lösungen wird ein kleiner Gewinn (z.B. Buch) verlost (Einsendeschluss: 15.07.2020).

Hier geht's zum Sonntags-Kreuzworträtsel

Wer sehen will, wo das Kreuz steht, sich mit dem Finger auf der Karte auf den Weg machen möchte, kann hier dem Link folgen oder die GPS-Daten verwenden: 47°32'45.0"N 10°33'49.0"E