Bundesweite und diözesane Eröffnung der Misereor-Fastenaktion

Frau.Macht.Veränderung

Jedes Jahr wird am 1. Fastensonntag in einem deutschen Bistum die Misereor-Fastenaktion eröffnet. Zugleich veranstalten die Verbände der Diözese Augsburg seit über 30 Jahren jeweils am zweiten Sonntag in der Österlichen Bußzeit/Fastenzeit zusammen mit einer Pfarrgemeinde und mit der Abteilung Weltkirche des Bistums eine diözesane Eröffnungsfeier der Misereor-Fastenaktion. 2023 finden die beiden Eröffnungen zusammen in Augsburg statt.

Termin

26.02.23 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort

Dom und Kolpinghaus
Frauentorstraße 1 und 29
86152 Augsburg
Wo ist das?

Veranstalter

Misereor, Bistum Augsburg, Verbände im Bistum

Zielgruppe

Alle

Unter dem Thema „Frau.Macht.Veränderung“ richtet sich der Blick auf die Situation der Frauen auf der Insel Madagaskar. Anhand zweier Beispielprojekten wird vorgestellt werden, mit welcher Kreativität und welcher Kraft Frauen sich in diesem sehr armen Land für bessere Lebensbedingungen für sich, ihre Familien und ihre Dorfgemeinschaft einsetzen.

2023 sind es 10 Jahre, seit die „Solibrotaktion“ durch einen Impuls vom Katholischen Frauenbund in der Diözese Augsburg entstanden ist.

Den Höhepunkt der Eröffnung bildet ein vom ARD übertragener Festgottesdienst am Sonntag, den 26. Februar 2023 um 10 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg. Daran anschließend wird ein Empfang im Kolpinghaus stattfinden.

Misereor

Die deutschen Bischöfe haben im Jahre 1958 das Bischöfliche Werk "gegen Hunger und Krankheit in der Welt" mit dem Namen Misereor geschaffen. Das Bischöfliche Werk Misereor steht als zentrale Einrichtung der Katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklungszusammenarbeit unter der Leitung und Verantwortung der Deutschen Bischofskonferenz. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung ca. 106.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen. Jedes Jahr werden etwa 6000 Projektanfragen an die Organisation gestellt. Die jährliche Aktion in der Fastenzeit soll den römisch-katholischen Pfarrgemeinden die Lebenswelt von Menschen nahebringen, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden.

Hungertuch

Der nigerianische, in Freiburg lebende Künstler Emeka Udemba hat das Misereor-Hungertuch für die Jahre 2023 und 2024 gestaltet. Seine knapp drei mal zwei Meter große Collage zeigt die Erdkugel, die vier Händen zu entgleiten droht. Der blau-grüne Planet ist von feuerroten Flächen überzogen. Auch der Hintergrund ist in bedrohlichen Rottönen gestaltet, die Zeitungsseiten überdecken. Das Hungertuch will zum Schutz von Umwelt und Klima aufrufen und trägt den Titel: "Was ist uns heilig?" Misereor-Geschäftsführer Pirmin Spiegel sagte bei der Vorstellung Anfang Juli 2022 in Freiburg, das Kunstwerk könne in Kirchen, Pfarreien und vor allem in Schulklassen Ausgangspunkt für eine Debatte zu Zukunftsfragen werden. „Emeka Udemba arbeitet mit vielen Schichten und Übermalungen. Immer wieder tauchen einzelne Worte von Zeitungsausschnitten auf. Für mich ist das auch eine Reflexion darüber, wer die Deutungs- und Informationshoheit hat. Und wer wissenschaftliche Fakten und Wahrheiten überdecken will.“

Die Misereor-Hungertücher sind seit mehr als 30 Jahren zentraler Bestandteil der Fastenaktionen. Alle zwei Jahre gestaltet eine Künstlerin oder ein Künstler das aktuelle Hungertuch. Gemeinden und Schulen verwenden das Bild, um sich in der Fastenzeit und darüber hinaus mit drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinander zu setzen.

Gespräch mit dem Künstler des Hungertuchs

Die KEB im Bistum Augsburg lädt am Freitag, 24. Februar 2023, 19:30 Uhr, zu einem Gespräch mit Emeka Udemba, dem Künstler des Hungertuches 2023/2024 ins Haus Sankt Ulrich (Kappelberg 1, Augsburg) ein. Der Abend wird moderiert von Amelie Schmehl und es gibt keine Teilnahmegebühr. Anmeldung wird erbeten unter: Tel. (0821) 3166 8822 oder info@keb-augsburg.de.

 

 

"Entsprechend sind die Gesellschaften auf der ganzen Erde noch lange nicht so organisiert, dass sie klar widerspiegeln, dass die Frauen genau die gleiche Würde und die gleichen Rechte haben wie die Männer. Mit Worten behauptet man bestimmte Dinge, aber die Entscheidungen und die Wirklichkeit schreien eine andere Botschaft heraus. In der Tat, »doppelt arm sind die Frauen, die Situationen der Ausschließung, der Misshandlung und der Gewalt erleiden, denn oft haben sie geringere Möglichkeiten, ihre Rechte zu verteidigen«."

Papst Franziskus, Fratelli tutti (23)

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Schriftlich:
Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg
Frauentorstraße 29
86152 Augsburg