Gemeinsam im Gebet verbunden
Die Teilnehmenden des Allgäuer Wallfahrtsbusses beteten auf ihrer Fahrt zur Landeswallfahrt gemeinsam für erkrankte Kolpingmitglieder und nahmen damit auch solidarisch diejenigen in die Gemeinschaft auf, die nicht an der Wallfahrt teilnehmen konnten.
Einige der angemeldeten Kolpingmitglieder konnten aufgrund einer akuten Erkrankung nicht an der Landeswallfahrt in Freising am 3. Oktober 2026 teilnehmen. Auch sie gehören zur Gemeinschaft und sollten an diesem Tag nicht vergessen sein. Ebenso gibt es Kolpingmitglieder, die schon seit längerer Zeit mit einer Erkrankung leben. So entstand spontan der Wunsch, diese Menschen bewusst in die Wallfahrt hineinzunehmen und sie im gemeinsamen Gebet mitzutragen.
Organisiert wurde der Bus für das Ostallgäu von Daniela Zitt. Mit dabei waren auch Teilnehmende aus dem Oberallgäu. Während der Wallfahrt wurde Daniela Zitt liturgisch von Rosalia Walter und Ulrike Marcher unterstützt. Zusätzlich zum vorgesehenen liturgischen Ablauf wurde spontan ein Lied angestimmt.
Anschließend suchte Daniela Zitt das „Kolping-Gebet zur Genesung von Erkrankten“ heraus. Ulrike Marcher betete es im Bus vor:
Herr Jesus Christus,
du hast deine Liebe und Barmherzigkeit den Kranken und Schwachen gezeigt.
Wir bitten dich im Vertrauen und auf die Fürsprache des seligen Adolph Kolping:
Gib unseren Kranken Kraft, ihre schwere Krankheit zu überstehen.
Begleite sie mit deiner Liebe und Fürsorge, schenke ihnen Zuversicht, Geduld und baldige Genesung.
Lass uns in der Gemeinschaft füreinander einstehen und einander Mutmacher sein.
Amen.
Anschließend waren alle Teilnehmenden eingeladen, in einer stillen Zeit ganz persönlich an erkrankte Angehörige, Freunde und Bekannte zu denken und sie im Gebet mit einzuschließen.
Aus einem spontanen Gedanken wurde so ein berührender Moment der Gemeinschaft. Der Allgäuer Wallfahrtsbus setzte damit ein Zeichen christlichen Mitgefühls und gelebter Solidarität. Denn auch wer krankheitsbedingt nicht an der Landeswallfahrt teilnehmen kann, bleibt Teil der Gemeinschaft und wird im gemeinsamen Gebet mitgetragen.
Diese besondere Gebetsaktion wird als eine der „175 guten Taten“ zum 175-jährigen Jubiläum des Kolping-Diözesanverbands Augsburg eingebracht. Sie zeigt auf besondere Weise, dass eine gute Tat nicht immer etwas Großes oder Sichtbares sein muss. Manchmal bedeutet sie einfach, an einen Menschen zu denken, ihn nicht zu vergessen und ihn im Gebet mitzutragen.
Gemeinsam unterwegs sein, füreinander da sein und niemanden vergessen – auch das ist gelebtes Kolping.
175 gute Taten
175 Jahre Kolping in der Diözese Augsburg sind ein Grund zu feiern und ein Anlass, gemeinsam aktiv zu werden. Mit dem Jubiläumsprojekt „175 gute Taten“ lädt der Kolping-Diözesanverband alle Kolpingsfamilien, Kolpingjugendgruppen, Kolping-Einrichtungen und Engagierte im Bistum Augsburg ein, das Jubiläum mit Leben zu füllen.
Organisation
Bezirk Ostallgäu