15.000ste Handy Recycling zugeführt
Oberbürgermeister Stefan Bosse und Stadtpfarrer Bernhard Waltner werfen am 5. August 2026 das 15.000ste gebrauchte Handy in eine Sammelbox im Generationenhaus in Kaufbeuren. Hermann Bonerz führt mit seinem Team und mit den Kooperationspartnern die von Uli Fürst ins Leben gerufene Sammelaktion für gebrauchte Handys weiter. Die Handys werden, wenn möglich, weiterverwendet bzw. recycelt. Aus dem Erlös werden Projekte von Missio unterstützt.
Die von der Kolpingsfamilie Kaufbeuren gesammelten Handys werden absolut sicher über die Telekom als Gefahrgut an einen zertifizierten Recycling-Vertragspartner geleitet. Nach einer gründlichen Prüfung und gegebenenfalls einer Instandsetzung als „refurbished“ (englisch für „generalüberholt“ oder „wiederaufbereitet“) weiterverkauft. Ist das nicht mehr möglich, werden die wertvollen Edelmetalle entnommen und verkauft. Vom Erlös geht ein Anteil an Projekte von Missio, insbesondere zur Ausbildung junger Menschen in Afrika. Missio hilft u.a. auch Familien in Ghana, die am Rande der größten Elektroschrotthalde in Agbogbloshie, einem Stadtteil der Hauptstadt Accra, leben.
Ein Teil der Edelmetalle wird in Minen im Kongo durch Arbeit in sklavenartigen Verhältnissen gewonnen. 60 Handys enthalten so viel Gold wie eine Tonne Erz Gold enthält. Deutschland produziert jährlich über 1,5 Mio. Tonnen Elektroschrott, der großenteils zurück nach Afrika verschifft wird. Zudem verstauben ca. 200 Mio. Handys in deutschen Schubladen.
„Helfen wir mit, dass sich dieser Zustand auch im Sinne der neuen EU-Vorgaben bessert“, sagt Hermann Bonerz.
Die Kolpingsfamilie Kaufbeuren dankt anlässlich des 15.000 gesammelten Handys der Bevölkerung von Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu für die Unterstützung. Dankbar ist die Kolpingsfamilie auch für die Unterstützung durch den Wertstoffhof der Stadt. Missio sagt Danke, dass die Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger sich an der Schonung der Ressourcen der Erde beteiligen und dass sie die Menschen, die unter dem Wohlstandsmüll der Industrienationen leiden, nicht aus dem Blick verloren haben und sie unterstützen.
Auf dem Bild von links nach rechts: Christian Heiserer (Leiter Wertstoffhof), Kolping-Präses und Stadtpfarrer Bernhard Waltner, Hubert Bufler (Wertstoffhof), Oberbürgermeister Stefan Bosse, Sabine Höpp (Generationenhaus), Angelika Lausser (Generationenhaus), Hermann Bonerz (Kolping-Handysammelteam)
