Biker*innen-Wochenende des Kolping-Bezirk Augsburg in Weißenbach

Gemeinschaft, Glaube und Schutz auf zwei Rädern

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28.06.2026

Vom 12. bis 14. Juni 2026 trafen sich über zehn Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer zum gemeinsamen Biker*innen-Wochenende des Kolping-Bezirksverband Augsburg auf der Kolpinghütte in Weißenbach (Tirol). Nach der Anreise wurde beim gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde viel gelacht und neue Kontakte geknüpft. Die Vorfreude auf das gemeinsame Wochenende war bei allen deutlich zu spüren.

Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Teilnehmenden am Samstagvormittag. Bezirkspräses Diakon Ludwig Drexel segnete die Motorräder bei einem Wortgottesdienst. Diakon Drexel erzählte die Legende der Biker Guardian Bell, auch Riding Bell genannt. Der Überlieferung nach vertreibt der Klang der kleinen Glocke die sogenannten „Road Gremlins“, die für Pannen und Unfälle verantwortlich sein sollen. Die kleine Glocke steht dabei nicht für Aberglauben, sondern für Freundschaft, gegenseitige Fürsorge und den Wunsch, behütet unterwegs zu sein. Traditionell wird eine solche Glocke von einem guten Freund als Zeichen der Verbundenheit und des Schutzes verschenkt. Alle Fahrerinnen und Fahrer erhielten eine gesegnete Biker-Bell. „Mögen sie ihre Besitzerinnen und Besitzer stets an Gottes Segen, an gegenseitige Verantwortung und an eine unfallfreie Fahrt erinnern“, wünschte Diakon Drexel.

Die gemeinsame Ausfahrt führte durch die beeindruckende Bergwelt der Tiroler Alpen vom Lechtal und hinauf zum Hahntennjoch. Etwa 500 Meter vor dem Gipfel nahm der Tag eine unerwartete Wendung. Ein Teilnehmer wurde in einer Kurve von einem entgegenkommenden Motorradfahrer touchiert und kam zu Sturz. Zum Glück rutschte er in den Hang und wurde durch seine Schutzkleidung vor schwereren Verletzungen bewahrt. Mit Prellungen und einigen Schürfwunden wurde er vorsorglich vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Seine Maschine wurde schwer beschädigt.

Der Unfall schockierte die gesamte Gruppe. Die geplante Tour wurde daraufhin abgebrochen beziehungsweise deutlich verkürzt. Einige Teilnehmende machten sich direkt auf den Rückweg zur Hütte. Doch auch dieser verlief nicht problemlos: Ein Motorrad erlitt einen technischen Defekt und musste vom ÖAMTC nach Reutte abgeschleppt werden.

Als alle wieder an der Hütte eingetroffen waren, wurde das Erlebte gemeinsam aufgearbeitet. Besonders erfreulich war der Moment, als der verunglückte Fahrer wieder zur Hütte zurückkehrte. Die Erleichterung war allen anzusehen.

Am Sonntag wurde nach einem gemeinsamen Frühstück die Hütte wieder übergeben und die Heimreise angetreten. Trotz der Ereignisse vom Samstag überwog am Ende die Dankbarkeit: Dankbarkeit für den glimpflichen Ausgang des Unfalls, für die gelebte Gemeinschaft und für viele schöne gemeinsame Stunden.

Für alle Teilnehmenden stand bereits bei der Abreise fest: Dieses Biker*innen-Wochenende soll keine einmalige Veranstaltung bleiben. Die Vorfreude auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr ist bereits jetzt groß.

Thorsten Schröder
28.06.2026
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