Jubiläumsjahr mit Maiandacht eröffnet
Die Kolpingsfamilie Memmingen hat ihr Jubiläumsjahr zum 140-jährigen Bestehen am 8. Mai 2026 mit einer feierlichen Maiandacht in der Kirche St. Antonius in Ferthofen eröffnet. Mit der Andacht setzte die Gemeinschaft zugleich den ersten geistlichen Akzent ihres Festjahres. Im Mittelpunkt standen Maria als Vorbild des Glaubens sowie der selige Adolph Kolping, dessen Gottvertrauen und Einsatz für die Menschen bis heute Orientierung geben.
Präses Diakon Roland Pressl griff in seiner Ansprache Worte Adolph Kolpings auf und ermutigte die Anwesenden, sich im Blick auf Maria neu auf den eigenen Lebensweg zu besinnen. Man solle, so Pressl, mit einem Auge auf Maria und mit dem anderen auf sich selbst schauen. Weiter zitierte er aus einer Predigt Kolpings: „Deiner Bestimmung gedenke, mein Christ, wer auch immer du sein magst. Halte deshalb eine Weile inne auf deinem breitgetretenen Lebenswege. Deiner Bestimmung gedenke, blicke vorwärts, wohin du strebst, schau zurück, woher du kommst, dich selber betrachte, was ist's mit dir, was bist du, was sollst du, was willst du?“
Ein besonderer Moment der Maiandacht war die Segnung der neuen Jubiläumskerze, die die Kolpingsfamilie durch das gesamte Festjahr begleiten wird. In Liedern, Gebeten und Fürbitten wurde um Hoffnung, Frieden und Zusammenhalt gebetet.
Die Lesung aus dem Lukasevangelium erinnerte an Marias vertrauensvolles „Ja“ zu Gottes Plan, dem sich auch die Gemeinde anschließen solle, gerade in beunruhigenden oder herausfordernden Lebenssituationen. Denn auch dann gelte das Wort des Engels an Maria: „Fürchte dich nicht.“ So wurden die Gläubigen ermutigt, mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen, ganz im Sinne Adolph Kolpings: „Nur mutig vorwärts. Gott wird für die Zukunft sorgen“.
Beim Beisammensein klang der Abend aus. Dabei wurde deutlich, dass die Kolpingsfamilie Memmingen ihr Jubiläumsjahr nicht nur als Rückblick auf 140 Jahre Gemeinschaft versteht, sondern auch als Auftrag, den Gedanken Adolph Kolpings lebendig zu halten und Verantwortung für Kirche und Gesellschaft weiterhin engagiert wahrzunehmen.