Kolping in einem faszinierenden Land
Vom 11. bis 21. November 2025 besuchen sieben Personen von Kolping Augsburg den Partnerverband in Indien. Begegnung mit Kolpingsfamilien, Diözesanverbänden und Mitarbeitenden, Besichtigung von durch die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger geförderten Projekten und Eindrücke eines faszinierenden Landes mit seiner tausende von Jahren alten vielfältigen Kultur stehen auf dem Programm.
Die Abreise begann mit Schwierigkeiten. Ein Fehler im Visum von Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer führte dazu, dass er nicht mit Robert und Judith Hitzelberger (Bobingen), Ulrike und Nicole Marcher (Wiggensbach) und Martin Rees (Oberstdorf) abreisen konnte. In Indien erwartete Vera Heinz (Neusäß) die Reisenden bereits. Sie hatte einige Tage zuvor bereits Freunde in Indien besucht. Wolfgang Kretschmer wird sobald als möglich nachreisen.
1 Tag: Krishnas Butterball und erste Kolpingsfamilien
Nach der Ankunft in Chennai, Hauptstadt des Bundesstaates Tamil Nadu am Golf von Bengalen in Ostindien, und einer Erholungsphase im Hotel, ging es los. Die ersten zwei Kolpingsfamilien in Salavankuppam bereiteten den Kolpinggeschwistern aus Deutschland einen großen Empfang. Wie fast immer besteht die Kolpingsfamilie aus einer Spargruppe. Insgesamt sind in dieser Kolpingsfamilie 17 Frauen im Altern zwischen 30 und 72 Jahren beisammen. „Kolping ist Inspiration, sein Leben in die Hand zu nehmen“ sagt Vanita und präsentiert stolz den Türschmuck, welchen sie in der Gruppe anfertigen und verkaufen. So können die Frauen jede Woche ein paar Rupien zusammenlegen bis ein bestimmter Betrag angespart ist. Daraus erwächst ein Startkapital für ein Miniunternehmen.
Ein erstes touristisches Highlight erwartete die Reisegruppe in Mahabalipuram. Ein ca. sechs Meter hoher und fünf Meter breiter Felsen trägt den Namen „Krishnas Butterball“. Nach einer Legende hat Krishna seiner Mutter Butter gestohlen und einen Butterball fallen gelassen. Der Felsen wiegt rund 250 Tonnen.
Ganz in der Nähe besichtigten sie eine der ältesten Tempelanlagen Indiens. Die hinduistische Gebetsstätte mit Aussicht auf den Golf von Bengalen ist eine UNESCO- Weltkulturerbestätte und jeweils vollständig aus einem einzigen Felsen gehauen.
2. Tag: Wissenswertes rund um den Nationalverband und Besuch im Slum
Heute hatten die Mitglieder der Delegation die Möglichkeit, die Räumlichkeiten sowie Mitarbeitende des Nationalbüros kennenzulernen. Zahlen, Daten und Fakten, darunter auch die Info, dass der zweitgrößte Nationalverband nach Deutschland aktuell über 42.000 Mitglieder zählt: Tendenz steigend. Ein Blick in die Geschichte berichtet, dass bereits seit 1962 Aktivitäten unter dem Namen Kolping bekannt sind, bevor 19 Jahre später der offizielle und bisher einzige Nationalverband auf asiatischen Kontinent gegründet wurde. Gleichfalls hatten die Augsburger auch Beispiele der Themen und Entwicklungen im Diözesanverband parat.
Ein Besuch der Narikuravar-Gemeinschaft in Pallavaram schloß sich an. 50 der rund 1000-köpfigen Roma-Community sind Kolpingmitglieder. „Ich bin froh euch zu sehen. Zusammen sind wir Kolping“, so grüßt Diözesanvorsitzender Hitzelberger die Versammelten. Viele der oft Ausgegrenzten berührte diese Zusage sehr. Auch in dieser Spargruppe konnte schon Gutes bewirkt werden. So berichtet die 20-jährige Yesuamma, wie sie Fußkettchen herstellt und auf dem Markt verkauft. Für ihre Zukunft wünscht sie sich nichts sehnlicher als „ohne Schulden zu leben und glücklich sein“.
Abends stand der Besuch des wohl wichtigsten katholischen Wahrzeichens der Region an, die St. Thomas Kathedrale. Es heißt, Thomas sei nach dem Tode Jesu nach Indien gezogen und habe dort den Glauben an Jesus verkündet. In der heutigen Bischofskirche wird seine Grabstätte verehrt.
Auch Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer traf wohlbehalten in Chennai ein.
3. Tag: Willkommen mit Pauke und Trompete
Der Freitag begann mit einer vierstündigen Autofahrt nach Pannur, das ca. 60 km von Chennai entfernt ist. Mit Pauke und Trompete und mit den traditionellen Blumenketten, einem Punkt auf die Stirn und Tüchern um die Schulter wurden die Gäste aus Deutschland von den Kolpinggruppen in einem Pfarrsaal der Pfarrei Our Lady of Good Health in Pannur herzlich begrüßt.
2005 wurde die erste Spargruppe ins Leben gerufen. Bei der Begegnung erzählen die Kolpingfrauen von Pannur den Gästen begeistert von ihrem Alltag und ihren Erfolgsgeschichten dank Kolping. Monatlich bringt jedes Mitglied ca. 500 Rupien (ca. 5 Euro) auf das gemeinsame Sparbuch ein. Mit dem angesparten Geld wirtschaftet die Gruppe gemeinsam. Kamala berichtet stolz, dass sie jetzt zwei Kühe von Kolping und ein kleines Geschäft hat. Sie wurde auch durch ein Ausbildungsprogramm von Kolping unterstützt, damit sie den Laden wirtschaftlich führen kann. Die Kolpinggruppe von Nisha stellt Papierspielzeug her und verkauft es.
Nach einem Mittagessen geht es weiter nach Kanchipuram. Hier entstand in den vergangenen Jahren auch mit Hilfe von Spendern aus dem Bistum Augsburg das Adolph Kolping Resource Center. Über 200.000 Euro konnte die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger dank der Großzügigkeit von Einzelspendern, Firmen und dem Bistum Augsburg zu diesem Projekt beitragen. Neben der verbandlichen Bildungsarbeit für die Mitglieder der Spargruppen (z.B. Haushaltsführung, Leitung der Gruppen, mögliche Projekte für die Mitglieder) sollen durch die Vermietung Erlöse für die Arbeit und Refinanzierung des Hauses erzielt werden. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach war ein Teilprojekt, dass durch Unterstützer durch die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger gefördert werden konnte.
4. Tag: Auf dem Weg an die Südspitze Indiens
Für die Reisegruppe ging es heute früh los. 5.00 Uhr Check Out im Hotel und Fahrt zum Flughafen von Chennai. Mit einem Inlandsflug (Flugzeit Direktflug ca. 1 Stunde und 20 Minuten) ging es in das ca. 600 km entfernte Thiruvananthapuram (früher Trivandrum), die Hauptstadt des indischen Bundesstaat Kerala. Ziel des Tages ist aber das 86 Kilometer entfernte Kanyakumari (Bundesstaat Tamil Nadu). Hier am Kap Komorin liegt der südlichste auf dem Festland befindliche Punkt des indischen Subkontinents. Drei Meere treffen hier zusammen: der Indische Ozean, das Arabische Meer und der Golf von Bengalen.
Dank der guten Beziehungen von Fr. Maria Soosai Philiphose, Nationalpräses von Kolping in Indien, kommen die Gäste aus dem Bistum Augsburg nicht nur in den Genuss eines Top Hotels mit grandioser Aussicht, sondern erfahren bei der Überfahrt zu den beiden ca. 500 m vorgelagerten Felseninseln eine bevorzugte Behandlung auf dem Boot: extra Ein- und Ausstieg, kein Anstehen und einen Sitzplatz ohne großes Gedränge.
Vivekananda-Felsendenkmal auf der einen Insel wurde 1970 zu Ehren von Swami Vivekananda (1863-1902), einem hinduistischen Mönch und Gelehrten, erbaut. Er soll auf diesem Felsen die Erleuchtung erlangt haben.
Da es aus tamilisch-nationalistischen Gesichtspunkten unerträglich war, dass an der Südspitze von Tamil Nadu einem Nordinder ein Denkmal gesetzt wurde, enthüllte man 2000 eine 40,5 Meter hohe Monumentalstatue des tamilischen Dichters Tiruvalluvar. Sockel und Statue sind 133 Fuß hoch. Die Höhe steht für die 133 Kapitel des Tirukkural, ein Lehrgedicht aus dem 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr. über die richtige Lebensführung, dass Tiruvalluvar verfasst haben soll.
61 Prozent der Bevölkerung Kanniyakumaris bekennen sich zum Christentum, 33 Prozent sind Hindus und 6 Prozent Muslime. Die christliche Gemeinde soll auf den Apostel Thomas zurückgehen. Im 16. Jahrhundert wirkte in Kanyakumari der Jesuit und Asienmissionar Franz Xaver. Zur Kirche Our Lady of Ransom (Unsere Frau vom Loskauf der Gefangenen) ist gibt es eine bedeutende Marien-Wallfahrt.
Der anschließende Abstecher zum Sonnenuntergang auf der Westseite war sehr schön, doch leider konnte die Reisegruppe die Sonne nicht sehen.
5. Tag: Kolping ist super und hilft!
An diesem Tag standen mehrere Begegnungen mit Kolpinggruppen im Süden des indischen Bundesstaates Tamil Nadu auf dem Programm. Nationalpräses Fr. Maria Soosai war in der Diözese Kottar früher Diözesanpräses.
Erste Station warn drei Kolpinggruppen einer Pfarrei in Colachel Village. Nach dem verheerenden Tsunami 2004, bei dem allein in Colachel 500 Menschen ums Leben gekommen sind, siedelten sich viele Menschen hier neu an. Alle 68 Frauen sind Mitglieder in den drei Spargruppen. Zur Begrüßung zeigten zwei Frauen einen Tanz, der den achtsamen Umgang mit der Natur zum Inhalt hatte. Beim Besuch wurde viel von der Arbeitsweise der Gruppen deutlich. Jede Gruppe hat eine gewählte Leiterin, eine Schriftführerin und eine Kassiererin. Antonia erzählt zum Beispiel: „In den Sitzungen sind wir immer sehr glücklich. Wir lachen und diskutieren, streiten manchmal auch, aber wir sind frei.“ Judith Hitzelberger schreibt: „Diese Gruppe kichert sehr viel und hat offensichtlich viel Spaß an unserem Besuch.“ Dann erzählten sie von ihren Projekten. Zola stellt zum Beispiel Gewürzpulver her. Sie ist 38 Jahre alt und hat drei Kinder. Sie sagt: „Ich fühle mich in der Gruppe wohl. Wenn wir zusammen helfen ist alles gut.“ Viele der Frauen ist es wichtig, ihr Wissen und ihre Motivation weiterzugeben. Zudem verwenden sie einen großen Teil des Einkommens, damit sie ihren Kindern durch eine gute Ausbildung eine bessere Zukunft ermöglichen können.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen macht die Gruppe einen Zwischenstopp bei einer 39jährigen Frau, die an Brustkrebs erkrankt ist. Ihr Gartenprojekt auf dem Dach zeigt den Gästen der Ehemann. Die Frau wurde von Kolping für diesen Kitchengarden geschult und unterstützt.
Vigila Rani erzählt bei der nächsten Station von ihrer Kuh, die sie vor vier Jahren von Kolping bekommen hat. Sie hat inzwischen vier Kühe und ein Kalb. Sie sagt: „Kolping ist super und hilft!“
Beim Besuch bei Magdalena, der Kolping-Diözesankoordinatorin, sagt Father Maria: „Zusammen sind wir Kolping. Unsere Gäste haben eine blasse Hautfarbe, ihr eine dunkle. Kolping ist bunt!“ Die Leiterin der Gruppe Beaula Jeba Rani sagt: „Am Anfang hatten wir keine Ahnung, was wir tun können. Durch Kolping bekamen wir ein Training, wie man einen Garten pflegt, und wie man achtsam mit der Natur umgeht.“ Inzwischen helfen sie sich nicht nur sich selber, sondern auch den anderen Menschen in der Pfarrei. Sie betreuen Kranke, geben selbst Trainings und tragen ihr Wissen zu den Themen Hygiene, Erziehung und Selbständigkeit weiter.
6. Tag: Menschliche Bedürfnisse hautnah
Als die Gruppe nach einer abenteuerlichen Fahrt im „Eingeborenen Dorf“ mitten im Naturschutzgebiet des Pachiparai-Staudamms ankommt, werden sie von Frauen mit einem Lied begrüßt, bei dem um die Gnade Gottes gebetet wird. Im Dorf treffen sie auf die 31-Jährige Ambike. Stolz zeigt sie ihre Kolping-Toilette. Sie betont, dass ihre Familie den Aufbau selbst geleistet und Kolping dabei unterstützt hat. Sie freut sich sehr über die direkte Nutzung der Toilette. Urhakumeri hoff, dass auch sie bald auf Mithilfe für ihre eigene Toilette zählen kann. Rund 100 Familien leben im Dorf. 24 Frauen hatten vor Kolping bereits ihr Einkommen mit dem Anbau und Verkauf von Pfeffer verdie. Kala erzählt: „Seit wir bei Kolping sind, bekommen wir faire Preise und werden am Gewinn beteiligt. Vorher wurden wir benachteiligt, weil wir Eingeborene sind.“ Die Unterstützung durch Kolping startete vor 10 Jahren. Aufgrund der Vorgabe zur Verwendung von Entwicklungshilfe-Geldern sollten auch Nichtchristen und Randgruppen in Indien unterstützt werden.
Zurück aus dem Gebirge warten weitere Kolpingsfamilien auf den Besuch. Eine Frau, die am Milchvieh-Projekt teilnimmt und Ziegen hält, zeigt ihre Tiere. Hier wird sichtbar, wieviel Spenden, wie anläßlich des 50-jährigen Priesterjubiläums von Alois Zeller, für ein Tier bewirken können. Nebenan wir unter der lizenzierten Marke „Kolping Golden Honey“ im Verkauf der Pfarrei Honig verkauft.
Auf dem weiteren Weg zur Küste liegt die Pilgerstätte Thachoorkonam. Fünf Kolpingsfamilien sind zusammengekommen, um von ihrer Arbeit zu berichtet. Es ist ein richtiges soziales Netz entstanden: man hilft sich finanziell bei Krankheit, einem Todesfall, Stipendien für die Kinder oder sogar Zuschüssen für die Hochzeit. Einige der Gruppen bestehen schon seit 20-30 Jahren und sie konnten ihren Mitgliedsbeitrag hat sich von anfänglich 2 auf 1000 Rupien gesteigert. So berichtet Mary Santhi, dass sogar ihre beiden Töchter mittlerweile schon Kolpingmitglieder sind. Ajitha ist dagegen erst seit 3 Jahren dabei, eifrig lernt sie, wie soziale und finanzielle Netzwerke geknüpft werden können.
In einer der Pfarreien werden die Gäste sogar von einer überörtlich bekannten Tänzerin willkommen geheißen. Eine große Überraschung an dem Tag war auch, dass in diesen Kolpingsfamilien Männer und Frauen gemeinsam engagiert sind.
7. Tag: Wasser in Hülle und Fülle am Arabischen Meer
Der Tag beginnt mit dem Check out um 5.00 Uhr morgens. Es geht 250 Kilometer nahe der Westküste nach Norden. Ziel ist die Stadt Alappuzha. Die Stadt hieß früher Alleppey und das Bistum heißt heute noch so. In einem Gespräch mit dem Kolping Diözesanpräses Fr. Anthony Josep, einem Mitglied des Nationalvorstands und der diözesanen Koordinatorin erfahren die Besuchenden Zahlen, Fakten und Wissenswertes über die Kolpingsfamilien der Region. Fr. Joseph berichtet, dass er 198 Kolpinggruppen in der Diözese zählt. Eine hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass es nach offiziellen Angaben 68 Pfarreien im Bistum gibt. Anders als in Deutschland umfasst eine Kolpingsfamilien 10 bis maximal 20 Mitglieder, was verschiedene Gründe hat.
Nachmittags ist eine Fahrt mit einem Hausboot auf den sogenannten Backwaters geplant. Das 19000 km² große Wasserstraßennetz im Hinterland der Malabarküste ist als „Venedig des Ostens“ bekannt. Der Nachmittag gestaltete sich dann auch wasserreich allerdings als Starkregen und Gewitter. Die Gruppe sah sich aufgrund des Wetters zur Umkehr ins Hotel gezwungen.
8. Tag Auf dem Wasser und zu Besuch im „heaven“ (Himmel)
Ein voller Tag erwartet die Delegation. Start ist bei der Fischfarm in Kalavoor. Erst seit der großen Flut nach 2022 wurde die Farm, welche ihre Frischwasserfische an Hotels verkauft, ein Kolping Projekt. Nachdem die Fische durch die Flut auf der Straße davonschwammen, half Kolping bei der Wiedererrichtung der Anlage. Anschließend geht es auf eine „abenteuerliche Überfahrt“, wie Judith Hitzelberger es beschreibt, auf eine Insel mitten in den Backwaters. Nicht nur den Deutschen, auch den Einheimischen bereitet der Weg über den Fluß, welcher der einzige Zugang ist, Beschwerden. Viele der Inder können nicht schwimmen und haben Angst vor dem Wasser, beschreibt Dancy, die Leiterin der Gruppe „Little Flower Church“. 18 Familien leben auf der Insel und betreiben Landwirtschaft. Wer kann schon sagen, er hat einmal Reis geerntet? Nach einer Demonstration packen Ulrike Marcher und Vera Heinz mit an. „Kolping ermöglicht uns Gemeinschaft und Fröhlichkeit“, sagt Dancy und verabschiedet mit einem „Fröhlichkeitstanz“ geht es dann auch weiter zu einer Schweißerei. „Zero plus Kolping“ heißt das Unternehmen, in dem Sammelbehälter für leere Plastikflaschen zusammengeschweißt und in ganz Kerala verteilt werden. Der Gewinn wird aufgeteilt.
Zu Besuch in Punnapara erfahren die Reisenden, dass es vor Ort 19 Kolpingsfamilien gibt. Kolping hilft heute bei der Ausbildung und kümmert sich drum, dass die früher vom Fischfang Abhängigen heute ein sicheres Einkommen erzielen können. Im Kolping Outlet gibt Angel, die Leiterin der Gruppe einen Überblick zu den verschiedenen Produkten wie Seifen, Kerzen etc.
Um den ideellen nicht materiellen Mehrwert geht es in der Kolpinggruppe von Jane. Sie leitet eine andere Kolpingsfamilie. „Kolping ist der beste Platz um sich einzubringen, Gesellschaft zu haben, nicht mehr alleine zu sein und Gutes zu tun“. Kein Wunder, dass die Kolpingsfamilie den Namen „heaven“, also „Himmel“ gewählt hat.
Zur Stärkung geht es ins Kolping Restaurant, betrieben von 8 Großfamilien, die Kolpingmitglieder sind. Der Diözesanpräses Fr. Joseph ist Stammgast dort. Bei der sich anschließenden letzten Station der Reise treffen die 7 Augsburger auf eine Gruppe, die 2024 als „erfolgreichste Frauengruppe der Diözese“ ausgezeichnet wurde. Die größte Pfarrei St. Andrea wurde bereits 1581 gegründet. Das Fazit der 26 Kolpinggruppen der Region lautet einhellig: „Zusammenkommen, sich helfen – finanziell und seelisch – das ist das Wichtigste“.
9. Tag: Reich beschenkt
Der Tag beginnt für die deutschen Gäste und ihre Begleitung wieder sehr früh. Mit einem zweiten Inlandsflug geht es die ca. 700 km von Kochi (auch Cochin) zurück nach Chennai. Während die Teilnehmenden von Kolping Augsburg sich noch einmal auf den Weg machen, um Geschenke für Ihre Liebsten zuhause zu kaufen, sind Father Maria Soosai und Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer so ins Gespräch vertieft, dass sie die Zeit vergessen.
Beim Abschlussmeeting im Nationalbüro von Kolping India in Chennai werden die Eindrücke ausgetauscht. Die deutschen Teilnehmenden sind beeindruckt, wie die indischen Kolpingmitglieder auf die Frage „Warum bist Du bei Kolping?“ geantwortet haben. Diese Frage hat Father Maria bei den Begegnungen in den Kolpingsfamilien den Menschen gestellt.
„Sehr viel hat dieser Besuch für unsere Beziehung gebracht, nicht nur persönlich, sondern auch in der Partnerschaft“, ist eine gemeinsame Erkenntnis, die beide Partner feststellen. Vor allem der tiefe und ausführliche inhaltliche Austausch zwischen Diözesanvorsitzenden Robert Hitzelberger und Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer mit Father Maria hat die beiden Kolping-Verbände einander nähergebracht. Father Maria sagt: „Nun kennen wir uns.“ Und für Robert Hitzelberger steht fest: „Die Beziehung zwischen Menschen sind die Basis einer Partnerschaft.“
Seitens der indischen Gastgeber wurde die Offenheit der Gäste und die Bereitschaft auf die Menschen zu zugehen sehr geschätzt. Sie empfanden die Augsburger als gute Botschafter für Kolping.
Vor dem Abendessen feierten alle einen Gottesdienst in der Hauskapelle.
Reich beschenkt nicht nur mit Geschenken, die in den Koffer verstaut werden mussten, sondern auch mit vielen Eindrücken und Begegnungen, startete die Gruppe wieder zurück nach Deutschland.
Kalender mit Bildern von der Indienreise
Aus den Bildern der Indienreise ist ein Tisch-Kalender mit 14 Seiten entstanden. Den Kalender (Format 15x21 cm mit Spiralbindung) kann man im Diözesanbüro gegen eine Spende erhalten.
Vortragsangebot:
"Kolping - lebt in Indien"
Eine oder mehrere Personen aus der Reisegruppe kommen vor Ort und berichten mit einer Power-Point-Präsentation, in der auch kurze Filmsequenzen eingebaut sind, von ihren Impressionen. Weitere Informationen und Buchung über unsere Internetseite: www.kolping-wearefamily.de/A0126.
Hilfe für Indien
Die Projekte von Kolping Indien können über die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger unterstützt werden.
Spendenkonto:
IBAN DE64 7509 0300 0000 1477 70
Spendenzweck:
Indien
Weitere Informationen:














































