Mit Gott gemeinsam auf der Reise
Die Koffer sind gepackt und das Warten hat endlich ein Ende: „Roma eterna! – wir kommen!“. Am Pfingstsonntag, 24.05.2026 um 22 Uhr machten sich acht Busse auf zur diözesanen Familienwallfahrt nach Rom. Gemeinsam mit Bischof Dr. Bertram Meier ging es für die 508 Teilnehmenden aller Generationen durch die Nacht. Mit dabei sind auch mehr als 60 Kolping-Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Kolpingsfamilien. Begleitet werden sie dabei von einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen, das mit viel Herz die Wallfahrt vorbereitet hat. Darunter sind auch die Geistliche Leitung aus Augsburg Sabine Eltschkner und Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer.
Sonntag, 24.05.2026 und Montag, 25.05.2026:
Fahrt nach Rom und Ankunft
Ganz nach dem Motto „Insieme a te – gemeinsam mit dir!“ starteten die Teilnehmenden voll Freude zusammen mit unserem Gott auf eine unvergessliche Reise. Auf der Busfahrt durch die Nacht vorbei an Verona und Assisi, unterhält sich Kolpingpräses Wolfgang Kretschmer mit den Reisenden. Dabei erfährt er auch, auf was sie sich in den kommenden Tagen besonders freuen. Bei der jungen Generation herrscht große Vorfreude auf das kühle Nass im Pool der Campinganlage oder im Meer, aber auch auf das Erkunden des antiken Roms. Für viele der Erwachsenen stehen das Erleben der Gemeinschaft, die Gottesdienste und die Papstaudienz im Vordergrund.
Pünktlich um 10 Uhr kamen die Reisenden bei strahlendem Sonnenschein in Sacrofano an. Nun konnten sie sich erstmal die Füße vertreten, an einem schattigen Plätzchen eine Pause machen oder auch gemeinsam mit den Kindern spielen. Im Anschluss ging es zum Anfangsgottesdienst mit Bischof Dr. Bertram Meier. Dem Heiligen Geist ganz nah, konnten sie während der Messe auch den Klängen eines Chores lauschen. Das Lied von Robert Haas „Insieme a te" (Zusammen mit dir) gab das Leitwort der Wallfahrt an. Denn „zusammen mit Jesus" sind die Teilnehmenden hier auf ihrem Weg.
Für den Gottesdienst wurden während der Busfahrt noch farbige Flaggen mit Gebetsanliegen und Namen versehen. Zusammen ergaben sie dann das Symbol des Fisches. Dieser hat im Christentum eine besondere Bedeutung. Denn in der Zeit der frühen Christen diente es als geheimes Erkennungszeichen, da sie häufig verfolgt wurden. Unter der Mitwirkung der Geistlichen Leitung von Kolping Augsburg Sabine Eltschkner gab es auch ein kleines Anspiel als Pilgerer.
Im Laufe des Nachmittags erreichten die Busse dann den Campingplatz Fabulouse Village. Nun konnten alle ihre Mobile Homes beziehen, die schöne Anlage erkunden und in Ruhe die Eindrücke des ersten Tages Revue passieren lassen.
Dienstag, 26.05.2026: Erkundungstour durch Rom
Nach der ersten Nacht in ihren Mobile Homes brachen die Teilnehmenden in Gruppen zu einem zweiteiligen Tagesprogramm auf. Am Vormittag erhielten die Erwachsenen eine Führung durch die weltgrößte Kirche im Vatikan – den Petersdom. Errichtet in der Renaissance birgt er das Grab des Heiligen Petrus. Die Kinder und Jugendlichen erkundeten den Petersdom auf ganz besondere Weise: In einem Escape-Room-Spiel mussten sie gemeinsam spannende Aufgaben lösen. Voller Elan und Freude machten sie sich ans Werk die Geheimbotschaften zu entschlüsseln.
Am Nachmittag standen dann einige Sehenswürdigkeiten Roms auf dem Programm. Dazu starteten die Teilnehmenden zu ihrer Erkundungstour an der Engelsburg. Von dort aus ging es zur Spanischen Treppe, dem Piazza Navona und Trevi-Brunnen am Piazza di Trevi. Eine Abkühlung gab es dann nicht nur in Form eines echt italienischen Gelato – in einer durchaus luxuriösen Variante – sondern auch bei einer kleinen Andacht in der Kirche des Heiligen Ignatius (Sant’Ignazio di Loyola). Für einen der Teilnehmenden war dabei ein ganz besonderes Highlight, wie sich die Familien gegenseitig segneten. Für ihn sei dies "das Foto des Tages".
Mit diesem Foto und vielen weiteren beeindruckenden Impressionen neigte sich ein sehr ereignisreicher, heißer Tag in Rom dem Ende zu. Nun ging es zurück zum Campingplatz. Zum Ausklang gab es am Abend noch die Möglichkeit für gemeinsame Spiele und einen kreativen Austausch, gestaltet durch die Geistliche Leitung von Kolping Augsburg Sabine Elkschner und Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer.
Mittwoch, 27.05.2026: Den Papst live erleben
An diesem Tag stand die Papst-Audienz auf dem Programm. Das wollte gut geplant sein: Tausende Menschen aus aller Welt würden auf den Petersplatz strömen, um den Papst live zu erleben. Daher starteten die Busse frühzeitig Richtung Vatikanstadt. Auf der einstündigen Fahrt gab es für einen guten Start in das große Ereignis leckere Lunchpakete. Die Aufregung stieg, umso näher die Teilnehmenden kamen.
Nach der Einlasskontrolle konnten glücklicherweise alle einen der begehrten Sitzplätze ergattern. Das Warten im Sonnenschein wurde von einer Musikkapelle begleitet. Auch das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ war zu hören und wurde begeistert mitgesungen. Dann endlich, der besondere Moment: Der Papst ist da! Ganz nah bei ihm und sogar im persönlichen Gespräch – Bischof Dr. Bertram Meier. Vielleicht verrät er den Teilnehmenden noch, worüber er mit dem Heiligen Vater gesprochen hat.
Am Nachmittag gab es für die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit an einer Führung und Andacht in der Kirche des Heiligen Vinzenz Palotti teilzunehmen. Dabei erwartete sie eine großartige Überraschung: Schildkröten in einem Wasserbecken. Voll Staunen konnten diese hautnah erlebt und gefüttert werden. Nach dem Besuch in der Kirche erzählte ein Kind vom Toten Vinzenz Pallotti unter dem Altar: „Die Haut sah aus wie eine Erdbeere, die mit Schokolade überzogen ist." Dies zeigt auf schöne Weise, wie die Welt durch Kinderaugen betrachtet wird.
In den Abendstunden wurde noch fleißig gebastelt, eine Abendgeschichte vorgetragen und über den beeindruckenden Tag auf dieser Reise gesprochen. Auch im täglichen Austausch zwischen Betreuer*innen und Steuerungsgruppe wurde abermals bewusst, wie eindrucksvoll die verschiedenen Akteure daran mitwirken, diese wundervolle Wallfahrt zu ermöglichen.
Und nun zum Abschluss des Tages noch eine Wahrheit zum Schmunzeln: Ein Jugendlicher sagte zu seinem Vater: "Du, ich bin jetzt kein Wallfahrer mehr. Wallfahren - das klingt so leicht nach "fahren". Ich bin jetzt ein Pilger, weil wir so viel laufen!"
Donnerstag, 28.05.2026: Auszeit zum Kraft tanken
Nach der großen Papst-Audienz, die noch im Geiste und den Herzen nachhallte, stand der heutige Tag ganz im Sinne des Entspannens und Entdeckens. Denn die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit die schöne Umgebung Roms zu erkunden. Dazu fuhren sie in drei Gruppen zu unterschiedlichen Ausflugszielen.
Eine der Gruppen erkundete die Unterwelt Roms – die Katakomben. In diesen unterirdischen Gängen fanden Christen im antiken Rom Unterschlupf, konnten sich in ihrem Glauben begegnen und auch ihre letzte Ruhestätte finden. Zudem stand dann noch der schöne Vulkansee Lago Albano in den Albaner Bergen auf dem Programm.
Die zweite Gruppe machte sich auf nach Tivoli, welches einige Kilometer östlich von Rom liegt. Dort findet sich eine malerische Landschaft, in welcher die Teilnehmenden die Ruhe abseits des hektischen Roms genießen konnten. Dort ist auch der Tivoli-Garten, der für seine beeindruckenden Terrassen, Brunnen und kunstvoll angelegten Wasserspiele bekannt ist.
Die dritte Gruppe gönnte sich einen entspannten Tag am Meer. Dieses Angebot wurde von den meisten der Familien gewählt: „Andiamo in spiaggia – auf geht’s an den Strand!“ Ob beim Sandburgen bauen, Muscheln sammeln oder im Wasser toben, die Teilnehmenden hatten viel Freude. Und so auf dem Liegestuhl unter dem Sonnenschirm mit etwas Wind um die Nase, ließ es sich bei 30 Grad gut auszuhalten.
Freitag, 29.05.2026: Abschied nehmen und Heimfahrt
Die Koffer wurden gepackt und in die Busse verladen. Nun hieß es: „Andiamo alla finale – auf geht's zum Finale!" Nach dem erholsamen Tag gestern, ging es ein letztes Mal ins antike Rom. Dort gab es auch die Möglichkeit das Kolosseum zu besichtigen – eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Es steht für seine beeindruckende Architektur und geschichtliche Bedeutung.
Im Anschluss ging es zur Basilika St. Paul vor den Mauern. Dort findet sich das Grab des Apostels Paulus. Er ist mit eine der bedeutendsten Figuren des Christentums, trug er doch maßgeblich zu Verbreitung des christlichen Glaubens bei. In dieser heiligen Stätte und dem Anziehungsort für Pilgernde aus aller Welt, fand der feierliche Abschlussgottesdienst der Wallfahrt statt. Dieser rundete auf gelungene Weise diese so eindrucksvolle und bereichernde Reise ab.
In der Lesung wurden verschiedene Abschnitte aus den Briefen des Apostels Paulus gedeutet und mit einem eigens dafür komponierten Lied von Robert Haas vertieft: „Wie Paulus mutig des Weg Gottes gehen…“. Darauf ging auch Bischof Dr. Bertram Meier in seiner Predigt ein.
Nun hieß es Abschied nehmen! Im Ohr und Herz der Teilnehmenden wird der Klang des Pilgerliedes noch lange mit seiner wertvollen Botschaft nachhallen: „Als Christen sind wir nie allein!" Und so ging es auf die Heimfahrt – mit im Gepäck...
...eine Menge wundervoller Erinnerungen und unseren lieben Gott!






















