Schutzkonzept mit Leben füllen
Wie schaffen wir Räume, in denen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene sicher und wertgeschätzt fühlen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden der Basisschulung „Prävention Kindeswohlgefährdung“, zu der das Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg am 18. Juli 2026 ins Kolpinghaus in Augsburg eingeladen hatte.
Die Schulung ist ein wichtiger Baustein unseres Schutzkonzeptes und richtet sich an haupt- und ehrenamtlich Engagierte im Kolpingwerk und in der Kolpingjugend. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Handlungssicherheit zu schaffen und eine Kultur der Achtsamkeit im Verband weiter zu stärken.
Gemeinsam mit Theresa Maresch, Multiplikatorin für Prävention sexualisierter Gewalt des Bistums Augsburg, sowie der diözesanen Arbeitsgruppe Prävention setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Themen Nähe und Distanz, Grenzverletzungen, sexualisierter Gewalt und der eigenen Verantwortung auseinander. Neben den fachlichen Grundlagen standen vor allem der Austausch und die praktische Anwendung im Mittelpunkt. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde gemeinsam erarbeitet, wie Grenzverletzungen erkannt, angemessen eingeordnet und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Schutzkonzept des Kolpingwerkes Diözesanverband Augsburg. Die Teilnehmenden lernten dessen wesentliche Bestandteile kennen – vom Verhaltenskodex über Schutz- und Risikofaktoren bis hin zu den internen Melde- und Unterstützungsstrukturen. Dabei wurde deutlich: Prävention ist keine einzelne Maßnahme, sondern eine gemeinsame Haltung, die sich im täglichen Miteinander zeigt.
Mit regelmäßigen Präventionsschulungen setzt das Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg einen wichtigen Baustein seines Schutzkonzeptes um. Denn ein sicherer und respektvoller Umgang miteinander entsteht dort, wo Menschen aufmerksam hinschauen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam eine Kultur des Vertrauens und der Achtsamkeit gestalten.

