Am Anfang steht Mut
26 Personen aus unterschiedlichsten Gruppierungen konnte Vera Heinz vom Kolping-Diözesanvorstand Ende September zum ersten Vorbereitungstreffen für die diözesane Eröffnung der Misereor-Fastenaktion 2027 in Höchstädt begrüßen. Unter dem Motto „Am Anfang steht Mut“ wird Bischof Dr. Bertram Meier am 21. Februar 2027 in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Aktion des Hilfswerkes für die Eine Welt eröffnen. Auch Misereor-Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Frick und Gäste aus Burundi werden erwartet.
Anton Stegmair, Leiter der Abteilung Weltkirche der Diözese Augsburg, berichtete, dass 2027 Burundi als Beispielland für die Projekte von Misereor vorgestellt wird. Die koloniale Herrschaft unter Deutschland und Belgien in dem kleinen Land in Zentralafrika hat Spaltungen vertieft. Das wiederum hat Gewalt, Verfolgung, Flucht, politische Krisen begünstigt, die das Land viele Jahrzehnte erschüttert haben. Die gewaltvollen Ereignisse seit der Unabhängigkeit, so auch der Bürgerkrieg, haben tiefe Wunden hinterlassen. Vieles davon haben die jungen Menschen im Land nicht selbst erlebt, und doch wächst es mit ihnen auf. Bei Theateraufführungen und Comics bringen junge Menschen in einem von Misereor geförderten Projekt den Mut auf und nähern sich dieser Vergangenheit. Der Leiter dieses Projektes wird im Februar in Höchstädt selbst von seinen Erfahrungen berichten.
Die Teilnehmenden des ersten Vorbereitungstreffens sammelten Ideen, wie der Tag gestaltet werden kann. Eine Karikaturenausstellung, Upcycling mit alten Comics, eine Radwallfahrt der Dillinger Franziskanerinnen, ein Projektchor, Fastenessen und Popcornmaschine und viele weitere Ideen wurden für das im Anschluss an den Gottesdienst stattfindende Eine-Welt-Fest in der Höchstädter Nordschwabenhalle gesammelt.
„Misereor super turbam“ bedeutet „Ich habe Mitleid mit den Menschen“ - unter diesem Namen wurden wir 1958 als Aktion gegen Hunger und Krankheit gegründet. Das Bischöfliches Hilfswerk steht in rund 80 Ländern der Welt durch geförderte Partnerorganisationen an der Seite der Menschen, die Ungerechtigkeit und Armut erfahren. Ermöglicht wird diese Arbeit mit öffentlichen Mitteln und Spenden, die Misereor anvertraut werden. Jährlich findet in einem anderen Ort in der Diözese Augsburg die diözesane Eröffnung der Misereor-Fastenaktion statt. Zusammen mit örtlichen Initiativen, einer Pfarreiengemeinschaft, der Abteilung Weltkirche bereiten die katholischen Verbände im Bistum Augsburg die Eröffnungsveranstaltung vor. Immer ein Verband hat die Federführung, 2027 ist das der Kolping Diözesanverband.
Personen von links: Verbändereferent des Bistums Augsburg Domvikar Dominik Zitzler, Vorsitzender Kolpingsfamilie Höchstädt Karlheinz Hitzler, Vorsitzende Pfarrgemeinderat Höchstädt Astrid Brinz, Kolping-Diözesanvorstandsmitglied Vera Heinz, Geistliche Leiterin von Kolping Augsburg Sabine Eltschkner, Leiter Abteilung Weltkirche Bistum Augsburg Anton Stegmair, stellv. Vorsitzende Kolpingsfamilie Höchstädt Ulrike Wurm, Stadtpfarrer Daniel Ertl aus Höchstädt